Talk und Musik an den Externsteinen

Kirchengemeinden feiern Sonntag

Cordula Gröne

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Steht am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens: die Externsteine-Grotte. - © Privat
Steht am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens: die Externsteine-Grotte. (© Privat)

Horn-Bad Meinberg/Holzhausen-Externsteine. Mit einer Gesprächsrunde, Musik und einem Gottesdienst begehen am Sonntag, 13. September, das Erzbistum Paderborn und die Lippische Landeskirche das Jubiläum „900 Jahre Kapelle an den Externsteinen“. Beteiligt sind weitere Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).

Anlass der Feier ist die Altarweihe in der unteren Kapelle im Jahr 1115 durch den Paderborner Bischof Heinrich II. Ab 15 Uhr sind auf einer Bühne vor den Felsen der Gospelchor „Gospel SeleXion“, Ulrike Wahren und Peter Stolle zu erleben. Zwei Talkrunden mit Dr. Michael Zelle vom Lippischen Landesmuseum und Professor Christoph Stiegemann vom Diözesanmuseum Paderborn informieren über die Bedeutung der Externsteine für Lippe und die Rolle der Religion.

Um 16 Uhr beginnt der Gottesdienst, den das Erzbistum Paderborn, die Evangelisch-methodistische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten), die Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) und die Lippische Landeskirche gemeinsam feiern. Die Predigt hält laut einer Pressemitteilung Landessuperintendent Dietmar Arends. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst durch „Gospel SeleXion“ und den Posaunenchor Heiligenkirchen/Horn unter Leitung von Christian Kornmaul.

Die Mönche des Paderborner Klosters Abdinghof waren ab 1093 die Urheber der gestalterischen Arbeiten an den Externsteinen, dem Felsengrab und der oberen Kapelle, die als Nachbauten der Grabheiligtümer von Jerusalem interpretiert werden. Die Höhlen in den Sandsteinfelsen wurden vermutlich als Eremitage von den Mönchen genutzt, so der Landesverband Lippe. In den Jahrzehnten nach der Altarweihe im Jahr 1115 wurde eine Heilig-Grab-Gedenkstätte errichtet.

Die Amtszeit von Bischof Heinrich II. währte von 1084 bis 1127. Das bekannte in den Stein gemeißelte Kreuzabnahmerelief wird von der kunsthistorischen Forschung weitgehend übereinstimmend auf etwa 1130/1150 datiert.

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