Der Heimatverein Bad Meinberg will die Denkmäler aufwerten

Manfred Brinkmeier

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Pauline Fürstin zur Lippe: Sie hat von 1769 bis 1820 gelebt und gilt als bedeutendste Regentin des Landes Lippe und Vorbild im Sozialwesen Deutschlands. Wenn sie in Bad Meinberg zur Kur weilte - so ist überliefert -, gewährte sie strickend Audienz auf einer Parkbank. Das Denkmal steht vor dem Ballhaus im Historischen Kurpark. - © Manfred Brinkmeier
Pauline Fürstin zur Lippe: Sie hat von 1769 bis 1820 gelebt und gilt als bedeutendste Regentin des Landes Lippe und Vorbild im Sozialwesen Deutschlands. Wenn sie in Bad Meinberg zur Kur weilte - so ist überliefert -, gewährte sie strickend Audienz auf einer Parkbank. Das Denkmal steht vor dem Ballhaus im Historischen Kurpark. (© Manfred Brinkmeier)

Horn-Bad Meinberg. 17 Denkmäler sollen aus ihrem verstaubten Dasein herausgeholt und wieder in den Fokus gerückt werden. Zudem soll das Maschinenhaus im Moorstich „Stinkebrink" künftig unter Denkmalschutz stehen. Diese beiden Projekte hat sich der Heimatverein Bad Meinberg für 2017 auf die Fahne geschrieben.

Der Verein ist als Nachfolger von „1000 Jahre Meinberg" erst vor wenigen Monaten aus den Startlöchern gekommen. Aber dennoch hat sich der Vorstand bereits einiges vorgenommen, um das Staatsbad attraktiver zu machen – sowohl für Einheimische als auch für Besucher.

Vorsitzender Wolfgang Diekmann: „Stillstand bedeutet Rückschritt. Und das können wir uns nach der großen Bäderkrise und den vielen Veränderungen der jüngeren Vergangenheit nicht mehr leisten."

Von links: Horst Tiemann (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Furmanski (Gestalter Internetseite), Peter Radszuweit (Pressesprecher), Wolfgang Diekmann (Vorsitzender) und Peter Egelkraut (Rechnungsprüfer). - © Manfred Brinkmeier
Von links: Horst Tiemann (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Furmanski (Gestalter Internetseite), Peter Radszuweit (Pressesprecher), Wolfgang Diekmann (Vorsitzender) und Peter Egelkraut (Rechnungsprüfer). (© Manfred Brinkmeier)


Man sei angetreten, um wieder für positive Schlagzeilen im Staatsbad zu sorgen. „Erste Anfänge sind bereits gemacht, in dem es nun wieder regelmäßig Veranstaltungen mit überregionalem Interesse im Kurtheater gibt. Daran wollen wir anknüpfen und uns ebenfalls in das Gemeinschaftswerk Staatsbad einbringen", sagt Diekmann.

Die 17 Denkmäler, die der Heimatverein betreut, haben Mitte September erklärende Hinweisschilder bekommen. Passend zum Deutschen Wandertag, der 2018 in Detmold stattfindet, soll es die Neuauflage des Denkmal-Wanderwege-Flyers geben, betont der stellvertretende Vorsitzende Horst Tiemann.

„In dem Wandertag mit seinen rund 30.000 Teilnehmern sehen wir eine große Chance, Menschen nach Bad Meinberg zu locken. Davon könnte dann auch die Gastronomie profitieren."

Dem Vorstand des Heimatvereins schwebt vor, die Denkmäler noch zusätzlich durch die Anbringung von QR-Codes mit hinterlegten Informationen aufzuwerten. Der Vorsitzende: „Die Denkmäler wären sicherlich auch für GPS-Wanderungen und Geo-Caching geeignet. Dies umzusetzen, dürfte eine interessante und spannende Aufgabe werden."

Zweites Vorzeigeprojekt, dem der Vorstand große Aufmerksamkeit widmen will, ist die Unterschutzstellung des Maschinenhauses im Moorstich „Stinkebrink". Wolfgang Diekmann: „Darin befindet sich die fast 90 Jahre alte und immer noch funktionstüchtige Borsig-Mammut-Pumpanlage. Wie wollen sie für die Öffentlichkeit wieder zugänglich machen. 2017 werden wir hierüber mit dem Landesverband Lippe intensive Gespräche führen."

Ebenfalls im nächsten Jahr möchte der Heimatverein dazu beitragen, dass der geplante Bewegungspark im Silvaticum mit hochwertigen Geräten tatsächlich realisiert wird – und das bei freiem Eintritt.

Wolfgang Diekmann: „Auch das wäre etwas Herausragendes, was allerdings nur in einer Gemeinschaftsaktion gelingen kann." Der Heimatverein Bad Meinberg wolle aber 2017 noch mit weiteren Aktionen wie einem Geschichtsprojekt auf sich aufmerksam machen, will aber noch nicht mehr verraten.

Information

Der Verein präsentiert sich online

Am Donnerstag startete der Heimatverein Bad Meinberg seine neue Internetseite. Unter www.hv-badmeinberg.de gibt es einen Überblick über die für 2017 geplanten Veranstaltungen und Informationen zu den Projekten.

So plant der Verein die Einrichtung eines Stammtisches als auch die Bildung einer Wandergruppe. Dazu soll auch eine Themen-Wanderung auf zwei Routen zu den 17 Denkmälern in Bad Meinberg ins Spiel gebracht werden.

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