Rose-Klinik spart mit neuer Wärmeleitung

Landesverband Lippe will Energiekosten in Bad Meinberg reduzieren

Manfred Brinkmeier

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Energiekosten sollen reduziert werden. - © Symbolbild
Energiekosten sollen reduziert werden. (© Symbolbild)

Horn-Bad Meinberg. Der Landesverband Lippe plant Investitionen, um Energiekosten in Bad Meinberg zu sparen. Dazu sollen 190.000 Euro für das Wärmenetz bereit gestellt werden.

Laut einer Pressemitteilung des Landesverbandes hat die Verbandsversammlung diese Investition beschlossen. Die Gelder werden demnach für eine Reserve-Gaskesselanlage und eine neue Wärmeleitung genutzt. Beide würden zur Betriebssicherheit und zur Senkung der Energiekosten beitragen. Davon würden die an das Wärmenetz angeschlossenen Gebäude profitieren.

Zum Hintergrund: Die Wärmeversorgung der großen Liegenschaften des Staatsbades Meinberg wird seit 2007 durch zwei getrennte, mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerke sichergestellt. Aus Gründen der Betriebssicherheit stehen für ein Blockheizkraftwerk in der Heizzentrale der „MediClin Rose-Klinik" Gasreservekessel. „Diese Gaskessel sind überdimensioniert und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik", erläutert Arne Brand, Leiter der Immobilienabteilung des Landesverbands.

Die nicht ganz einfache Betriebsführung habe einerseits dazu geführt, dass der Anteil der mit Erdgas erzeugten Wärme überproportional zunahm. „Das trieb die Wärmekosten in die Höhe." Andererseits sei zu wenig Wärme in den angeschlossenen Gebäuden angekommen. „Aus diesen Gründen haben wir im nicht mehr genutzten Kohlensäurespeichergebäude eine moderne Gasbrennwertkesselanlage in Kaskadenschaltung installiert", betont Arne Brand weiter.

Diese acht Kessel hätten eine Leistung von jeweils 100 KW und einen Wirkungsgrad von 95 Prozent. Die alten, abgängigen Gaskessel der Rose-Klink hatten im Vergleich dazu lediglich einen Wirkungsgrad von etwa 65 Prozent. Die Einbindung der neuen Gasbrennwertkesselanlage erfordere nun den Bau einer neuen Wärmeleitung im Bereich der Rose-Klinik.

Arne Brand: „Mit dieser Leitung wird die Wärme aus dem Blockheizkraftwerk direkt ins Wärmenetz geleitet, die bestehende Zuleitung in die Rose-Klinik wird dann als Wärmeanschluss der Rose-Klinik genutzt. Die Trennung von den ineffizienten Gaskesseln der Rose-Klinik hat einen großen Vorteil: Im Bedarfsfall werden wir erhebliche Einsparungen bei den Wärmekosten verzeichnen."

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