Kinderschutzbund erhält dringend benötigte Finanzspritze

Patrick Bockwinkel

Symbolbild - © dpa
Symbolbild (© dpa)

Horn-Bad Meinberg. Hausaufgabenhilfe, Unterstützung beim Lernen, Spiele, Bastelaktionen, Kochnachmittage und vieles mehr: Etwa 26 Mädchen und Jungen im Grundschulalter besuchen regelmäßig den Kinderschutzbund in Horn, der an der Leopoldstaler Straße seit vielen Jahr eine vielfältige Nachmittagsbetreuung anbietet. Und die wird es dank finanzieller Hilfe der Stadt auch weiterhin geben.

Eine als Halbtagskraft fest angestellte Diplom-Sozialpädagogin und mehrere Ehrenamtliche kümmern sich werktags um die Mädchen und Jungen, die nach der Schule zum Kinderschutzbund kommen.

„Die meisten Kinder haben einen Migrationshintergrund und besuchen uns, weil die Eltern die Nachmittagsbetreuung nicht sicherstellen können oder wollen", berichtet Margarete Jegust-Heldermann, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Horn-Bad Meinberg.

Die Betreuung der meist aus sozialschwachen Verhältnissen stammenden Mädchen und Jungen sei sehr wichtig, um sie gezielt unterstützen zu können. „Nach der täglichen Hausaufgabenhilfe wird meist irgendetwas gespielt, gebastelt, gekocht oder unternommen", berichtet Jegust-Heldermann.

Information
Verschiedene Projekte

Horn gibt es schon seit mehr als 30 Jahren", sagt Margarete Jegust-Heldermann, Vorsitzende des Ortsvereins. An den Betreuungsnachmittagen werden auch immer wieder besondere Aktionen angeboten. Ein Beispiel dafür sei das Trommelprojekt, das eine Studentin der Musikhochschule leite. Darüber hinaus organisiert der Kinderschutzbund zusammen mit dem Jugendzentrum Alte Post die Ferienspiele in Horn-Bad Meinberg. Beide Institutionen übernehmen je drei Wochen.

Am Freitag habe sie beispielsweise mit den Kindern Crêpes gebacken. Außerdem wird ihnen täglich eine Obstmahlzeit angeboten. All das lässt sich aber nur mit finanzieller Hilfe auf die Beine stellen. Spendengelder seien dabei ein wichtiger Faktor. Ein weiterer sind die Zuschüsse vom Kreis Lippe und von der Stadt Horn-Bad Meinberg. Die werden benötigt, um die Halbtagskraft bezahlen zu können.

„Wir machen schon so viel es geht ehrenamtlich und sparen an allen Ecken und Enden", sagt Jegust-Heldermann, die nicht nur Vorsitzende, sondern auch die Putzfrau der Betreuungseinrichtung ist. Umso dankbarer sei sie, dass Politik und Stadt dem Antrag des Vereins auf finanzielle Unterstützung für die Halbtagsstelle unterstützt haben. Bislang hatte der DKSB dafür jedes Jahr einen Antrag stellen müssen.

Nun soll er für unbefristete Zeit 15.000 Euro jährlich erhalten, dafür hatte es im Sozialausschuss grünes Licht gegeben. Die Politiker hatten dort noch einmal die wichtige Arbeit des Vereins gelobt und hervorgehoben.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.