Mit Video: Eine Reise durch die Geschichte des Meinberger Staatsbades

Torben Gocke

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Bestes aus den 60ern: Die „Pepitas" trotzen in Bad Meinberg dem Regen und geben für ihr Publikum alles an den Instrumenten. Sängerin Marie Lou lässt dabei keine Gelegenheit ungenutzt, zum Tanzen vor der Musikmuschel aufzufordern. - © Torben Gocke
Bestes aus den 60ern: Die „Pepitas" trotzen in Bad Meinberg dem Regen und geben für ihr Publikum alles an den Instrumenten. Sängerin Marie Lou lässt dabei keine Gelegenheit ungenutzt, zum Tanzen vor der Musikmuschel aufzufordern. (© Torben Gocke)

Horn-Bad Meinberg. Neugierig folgen die Gäste dem recht auffällig gekleideten Gespann Frank Alexander und Cornelia Müller-Hisje. Die beiden sind zur Feier des Tages in die Rollen der einstigen lippischen Fürstin und des geistigen Vaters des Staatsbades, Johann Erhard Trampel, geschlüpft.

Den Gästen präsentierte das Duo im Areal des Kurparks die fiktive Geschichte eines Zusammentreffens beider Persönlichkeiten und was sie wohl über Bad Meinberg zu sagen gehabt haben könnten. „Auch wenn sich die beiden historisch sicher nie begegnet sind, geben sie hier und heute ein gutes Bild ab", freut sich die Ludmilla Gutjahr. Als Geschäftsführerin der „GesUndTorismus Horn-Bad Meinberg GmbH" ist sie heute quasi Nachfolgerin der vielen Kurdirektoren und Verantwortlichen aus 250 Jahren Kurort Meinberg.

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Ob sich Graf Simon August von Lippe damals der historischen Tragweite seiner Unterschrift bewusst war, mit der er im Jahr 1767 per Verfügung den Kurort aus der Traufe hob, darf bezweifelt werden, so war es bereits im Flyer zu dem großen Fest zu lesen. Fest stehe allerdings, dass die Geschichte des Kurortes am 13. Juni diesen Jahres begann und bis heute fortgeschrieben werde. Ein langer Zeitraum mit stetig wechselnden Situationen und jeder Menge Berg und Tal, so fasste es Gutjahr zusammen, die entsprechend optimistisch gestimmt nach vorn blickt.

Veränderungen im Gesundheitssektor stellen Bad Meinberg zwar auch heute wieder auf die Probe, die lange Beständigkeit und Kontinuität als Gesundheitsstandort sei jedoch ein großes Plus für Bad Meinberg. Vieles, was bereits in den Gründerjahren hier zu finden war, spiele bis heute eine große Rolle für Gesundheitssuchende – mit aktualisierten Inhalten, da ist sich Gutjahr sicher.

Historisch wurde unter anderem auf die Meinberger Moormeile zurückgeblickt. Über den gesamten Nachmittag verteilt standen Führungen auf dem Programm, die einen besonderen Blick auf das heilsame Schwefelmoor und seine ab 1820 beginnende Nutzung warfen. Teil des Erlebnisses war unter anderem eine exklusive Führung zum Moorgelände.

Musikalisch ging es für die Festgäste an diesem Tag unter anderem zu einer Hochzeit des Kurwesens in die 1960er Jahre zurück. Dazu war die Band „Die Pepitas" angereist. Sängerin Mary Lou und ihre Band hatten für die Zuhörer etliche Hits und Erfolgsschlager jener Jahre im Repertoire, von „Liebeskummer lohnt sich nicht" bis hin zum „Bossa Nova". Dass die Band aus Hannover überhaupt in Bad Meinberg zu hören war, sei im weitesten Sinne auf den Charakter Bad Meinbergs als Kurort zurück zu führen, freute sich Frank Alexander zu berichten.

„Sängerin Mary Lou war als Gast hier im Ort und hat sich dabei offenbar ein wenig in unseren Kurpark verliebt", freute sich Alexander. Im Nachgang dazu folgte von der Band die Anfrage, ob man nicht einmal hier auftreten könne. Das musikalische Repertoire der Truppe und die lebhafte Umsetzung der „Schlager mit Pep" hatten die Verantwortlichen in Bad Meinberg dann schnell überzeugt „und wir freuen uns heute sehr, die Musiker hier spielen zu hören", sagte Ludmilla Gutjahr.

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