Stadt Horn-Bad Meinberg stärkt Unternehmern den Rücken

Dominik Tegeler

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Diskussion: (von links) Martin Hornberger (SC Paderborn), Ulrich Kaltenborn (TBV Lemgo), Volker Schlingmann (Staatlich Bad Meinberger) und Maria Klaas (IHK Lippe zu Detmold). - © Dominik Tegeler
Diskussion: (von links) Martin Hornberger (SC Paderborn), Ulrich Kaltenborn (TBV Lemgo), Volker Schlingmann (Staatlich Bad Meinberger) und Maria Klaas (IHK Lippe zu Detmold). (© Dominik Tegeler)

Horn-Bad Meinberg. Mittelalterliche Atmosphäre hat die Unternehmer Horn-Bad Meinbergs beim Unternehmerabend in der Burgscheune erwartet. Die Ritterrüstung war zumindest schon mal in der Ecke aufgestellt, und weil in Horn ja „Kläschen mit Bardertreffen“ auf dem Terminkalender steht, übernahmen die zwei in altertümlicher Tracht gekleideten Liedermacher „Herzblut“ das Unterhaltungsprogramm. Sie trugen Trinklieder aus dem Mittelalter vor.

Danach ging es aber doch noch um die Themen der Gegenwart. Die Stadt Horn-Bad Meinberg habe das am Freitag gestartete und noch am Samstag sowie Sonntag stattfindende Kläschenfest als Anlass genommen, um ihren Unternehmern ein Forum zu bieten. „Netzwerke“, das Motto des Abends, seien laut Bürgermeister Stefan Rother für den Alltag der Horn-Bad Meinberger Firmen existenziell. „Es ist ja wichtig, dass sich die Unternehmer hier austauschen können“, sagte Rother und betonte, dass die Stadt ihre Netzwerke besonders nutze, um die örtliche Wirtschaft zu fördern. Derzeit liefen eine Menge Gespräche zwischen Horn-Bad Meinberg und Investoren, die sich für die Stadt interessierten, sagte Wirtschaftsförderer Rüdiger Krentz. Die Stadt versuche etwa den Einzelhandel von der Bahnhofsstraße in Horn in die Innenstadt zu verlegen, um dort das Zentrum der Stadt zu stärken. Gleichzeitig sollten Leerstände vermieden werden, so Krentz. Die Immobilien des ehemaligen Jibi sowie des 
Tedy seien mittlerweile verkauft und würden bald neu genutzt.

Ebenfalls wird die Stadt versuchen, gemeinsam mit dem Energiekonzern innogy die Breitbandverbindung in den Ortsteilen zu verbessern (die LZ berichtete). In Belle sollen dabei die Verbindungen bis in die Wohnhäuser verlegt werden. Dafür habe der Konzern aber noch nicht genug unterschriebene Verträge der Beller erhalten, die Stadt sei aber zuversichtlich, dass das bis Dezember der Fall sein werde.
Horn-Bad Meinberg sei stolz auf seine Unternehmensvielfalt, das sagte Bürgermeister Rother im Verlauf des Unternehmerabends immer wieder.

Dazu gehöre auch der Getränke-Hersteller Staatlich Bad Meinberger. Dessen Geschäftsführer Volker Schlingmann war einer der Podiumsgäste, genau wie Maria Klaas, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold, Martin Hornberger, Geschäftsführer des SC Paderborn, und Ulrich Kaltenborn, Geschäftsführer des TBV Lemgo. Letzterer machte deutlich, dass der Begriff „Netzwerken“ nicht nur ein Modebegriff aus dem BWL-Vokabular sei, sondern purer Unternehmensalltag. Der TBV suche ständig den direkten Kontakt zu Fans und Sponsoren. „Wir können ohne das Netzwerken gar nicht leben“, fasste es Kaltenborn zusammen. In dem Punkt waren sich alle einig.

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