Ein wütender Drache bewacht Burg Horn

André Gallisch

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Feuer unterm Hintern. Der Drache Fangdorn schlägt den Räuberhauptmann Hubi (René Härter) sehr zum Gefallen der Zuschauer in die Flucht. - © Andre Gallisch
Feuer unterm Hintern. Der Drache Fangdorn schlägt den Räuberhauptmann Hubi (René Härter) sehr zum Gefallen der Zuschauer in die Flucht. (© Andre Gallisch)

Horn-Bad Meinberg. Ein Wetter zum Fürchten hat das Kläschenwochenende und den Mittelaltermarkt in Horn begleitet. Fast der einzige Wärmespender war da ausgerechnet ein Drache. Fangdorn lockte mit seinen Feuerstößen viel Publikum an die Burg.

Doch zunächst schlief das Ungeheuer im Regen. Erst dem „gut aussehenden Faun Herr Plüterich" (Guido Peter) und der Elfe Lydijella (Lydia Born) gelang es, den Drachen kurz für die Zuschauer aufzuwecken. Hilfreich dabei war sicher auch der Einsatz der neunjährigen Ziva aus dem Publikum, die dem Ungetüm zärtlich über die Nase hauchte.

In dem vor allem für die Kinder mitreißenden Schauspiel unterbrachen der Räuberhauptmann Hubi (René Härter) und der kleine Räuber Rollo (Richard Härter) die friedliche Stimmung. Doch hatten diese die Rechnung um den eigentlich unter den Kindern zu verteilenden Goldschatz – den sie für sich beanspruchten – ohne Fangdorn gemacht.
Plötzlich schnaubte das Fabelwesen, dichter Rauch quoll aus seinem mit scharfen Zähnen besetzten Maul, während er sich gegen den Degen des Räubers behauptete. Mit mehreren Feuerstößen, die mit einbrechender Dunkelheit umso eindrucksvoller erschienen, jagte er den Räuberhauptmann und dessen Gehilfen in die Flucht.

Das Erwachen des Drachen: unter Beobachtung von (von links) Elfe Lydijella (Lydia Born), Faun Plüterich (Guido Peter) und den Zuschauern haucht die neunjährige Ziva dem Drache Fangdorn über die Nase. - © Andre Gallisch
Das Erwachen des Drachen: unter Beobachtung von (von links) Elfe Lydijella (Lydia Born), Faun Plüterich (Guido Peter) und den Zuschauern haucht die neunjährige Ziva dem Drache Fangdorn über die Nase. (© Andre Gallisch)

Michael Kassebaum war extra wegen des Drachens mit seiner Mama Marion Kassebaum aus Detmold angereist. „Wir wollen den Drachen sehen", sagte der Vierjährige mit großer Überzeugung. Ein zunächst leicht mulmiges Gefühl beim Anblick des Untiers war ganz schnell verflogen. Michaels Mutter erzählte, dass sie das erste Mal auf dem Mittelaltermarkt in Horn sei. „Ich mag es, wenn es etwas überschaubar ist", sagte sie lächelnd.

Doch die Besucherzahlen hielten sich in Grenzen. „Wer Interesse an dem Mittelaltergeschehen hat, den interessiert das Wetter nicht", machte sich „Tamino der Gaukler" (Jens Räthel) selbst Mut. Auch der Kirmesbetrieb rund um den Marktplatz zog keine Massen an. Dort versuchten die Bewohner des Mittelalterdorfes mit einem Marsch über die Mittelstraße Interesse für das Treiben an der Burg zu wecken.

Godzilla lässt grüßen: Der Drache Fangdorn war die Sensation des Kläschenwochenendes und des Bardentreffen in Horn. - © Andre Gallisch
Godzilla lässt grüßen: Der Drache Fangdorn war die Sensation des Kläschenwochenendes und des Bardentreffen in Horn. (© Andre Gallisch)

Der Horner Dimitri Martens präsentierte sich in seiner Rolle des „Wüterichs von der Wolga" mit einer Fechtwaffe, aber auch „Tamino der Gaukler" zeigte, dass er eine feine Klinge zu führen vermag. Holzschwerter und andere Utensilien gab es natürlich auch auf dem Mittelaltermarkt zu entstehen.
Am Sonntag war das Wetter nicht besser, aber die örtlichen Geschäfte hatten geöffnet.

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