Eisbahn im Bad Meinberger Kurpark wird nun abgebaut

Ein Verein soll Verantwortung übernehmen - Stadtmarketing will Wissen beisteuern

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Eisbahn zieht 

Jung und Alt an - © Meinberg
Eisbahn zieht Jung und Alt an (© Meinberg)

Horn-Bad Meinberg. Die letzten Stunden auf der Eisbahn durften die Helfer und Sponsoren erleben. Nach einer Feier ist am Sonntagabend die Eisbahn geschlossen worden - Neuauflage möglich.

24 Tage versank der Kurpark diesmal über Weihnachten und Neujahr nicht in einem Dornröschenschlaf, sondern es herrschte bis in die Abendstunden am Brunnentempel ein reges Treiben. Ob Schlittschuhlauf oder Eisstockschießen: Wenn es nicht gerade regnete, waren auf der Eisfläche Menschen in Bewegung und trafen sich zum Plausch.

Möglich machte es das Engagement von mehr als 60 Bürgern aus dem gesamten Stadtgebiet. Darüber freute sich der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung des Stadtmarketings Horn-Bad Meinberg, Matthias Engel, besonders. Die Helfer hätten sich ohne Bezahlung engagiert und die Eisbahn als ein Projekt für die eigene Stadt angesehen, so der städtische Beigeordnete. "Es ist viel Wert, wenn Menschen stolz auf die eigene Stadt sind."

Ob Kindergärten, Schulen, Familien und Einzelpersonen - die Eisbahn war ein Anziehungspunkt. - © Foto: Gröne
Ob Kindergärten, Schulen, Familien und Einzelpersonen - die Eisbahn war ein Anziehungspunkt. (© Foto: Gröne)

Diesen und den Sponsoren gilt deshalb der Dank der Stadt. Es gab etwas zu essen und zu trinken und als Abschiedsgeschenk einen Eiskratzer fürs Auto, der an die Aktion auch im nächsten Winter erinnern dürfte. "Es war eine sehr schöne Atmosphäre", resümiert der Beigeordnete, der fast täglich nach dem Rechten gesehen hat.

Dass nach 24 Tagen nun alles vorbei sei, habe schon traurig gemacht, meinte Engel auf Anfrage. Das habe er Einzelnen angesehen. Bad Meinberger hätten es schön gefunden, dass beim Vorbeigehen immer Leben im Kurpark gewesen sei. Ein Kurgast habe fast jeden Tag Runden auf der Eisfläche gedreht. Und eine Familie aus Steinheim würde Bad Meinberg nach vielen Negativmeldungen nun in einem positiven Licht sehen, wie sie ihm erzählt habe.

Matthias Engel geht davon aus, dass auch der rechnerische Abschluss der Eisbahn eine schwarze Zahl aufweist. Genaueres könne er aber erst nach Vorliegen aller Rechnungen sagen. Ob es auch im nächsten Winter eine Eisbahn gibt, hängt davon ab, ob sich ein oder mehrere Vereine für eine Trägerschaft finden. "Es ist keine eigentliche Aufgabe der Stadtmarketing GmbH", so Engel.

Ein Verein müsse künftig dafür Verantwortung tragen. Dieser hätte den Vorteil, dass er Spenden annehmen könne. Dann sei durchaus mit einem Gewinn zu rechnen. Das Stadtmarketing helfe zudem mit Know-how. Die Aufstellung einer Eisbahn könne am sinnvollsten langfristig geplant werden - möglichst schon in den kommenden Wochen. Schließlich müsse zur entsprechenden Zeit auch eine Anlage zur Verfügung stehen.

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