Kalletaler soll Auto der Mutter angezündet haben

Astrid Sewing

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Detmolder Landgericht - © Symbolfoto: LZ
Detmolder Landgericht (© Symbolfoto: LZ)

Detmold. Vor dem Landgericht muss sich ein 40-Jähriger wegen Brandstiftung und Versicherungsbetruges verantworten. Der Kalletaler soll im Oktober 2013 das Auto seiner Mutter angezündet haben, das in einem Carport stand. Das Auto brannte aus, das Carport ebenfalls. Mathias F. hatte den Versicherungen Schäden in Höhe von 40.000 Euro gemeldet, denn das angrenzende Haus war ebenfalls beschädigt worden.

Der Angklagte verweigert die Aussage. Das Gericht hat deshalb den Sachverständigen geladen, den die Versicherungen eingeschaltet hatten. Er kommt zu dem Schluss, dass das Auto nicht durch einen technischen Defekt in Brand geraten sein konnte. Es habe eine Verpuffung gegeben, was eindeutig ein Hinweis darauf sei, dass Kraftstoff in dem Auto ausgeschüttet und entzündet worden war. Die Bewohner des Nachbarhauses seien nicht in Gefahr gewesen.

Update, 13.30 Uhr: Die Ex-Frau belastet F. Zwar kann sie keine Angaben zu dem Brand in Kalldorf machen, aber F. hatte der Polizei gegenüber ausgesagt, seine Ex habe das Feuer gelegt. Doch Martina B. konnte die Vorwürfe entkräften. Sie berichtet von dem Brand eines Pferdeanhängers vor ihrem Elternhaus in 2010. Darufhin habe sie sich getrennt und es sei ein erbitterter Streit um das Sorgerecht entstanden. F. sei schon einmal kurz verheiratet gewesen sein, auch da soll es Brände gegeben haben.

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