Feuerwehr rettet Diamant-Hochzeitspaar im Kalletal

Marlen Grote

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- © Feuerwehr Kalletal
Brand in Erder (© Feuerwehr Kalletal)

Kalletal-Erder. Ein Alptraum: Ausgerechnet am Tag seiner diamantenen Hochzeit hat am Donnerstag ein Ehepaar aus Erder ein Feuer in der eigenen Wohnung erleben müssen. Das Paar wurde von Rauch und Flammen eingeschlossen und musste über eine Leiter vom Balkon gerettet werden.

Es war 7.17 Uhr, als die Bewohner die Feuerwehr in die Straße „Auf der Rott" riefen, weil es aus ihrer Garage qualmte. Aus dem Garagenbrand entwickelte sich schnell ein gefährliches Szenario: „Als wir eintrafen, stand die Garage schon in Vollbrand. Die Flammen schlugen auf das Haus über", berichtet Horst Brinkmann, Pressesprecher der Kalletaler Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte riefen Verstärkung, mit dem Hinweis, es seien Menschenleben in Gefahr. Kräfte aus Kalldorf, Bentorf, Varenholz-Stemmen und Hohenhausen kamen zu dem Kalletaler Team dazu. Auch ein Drehleiterwagen und ein Tanklöschfahrzeug aus Vlotho wurden angefordert, da in dem Wohngebiet nicht genügend Löschwasser zur Verfügung stand. Schließlich kämpften 40 Einsatzkräfte zwei Stunden lang gegen die Flammen.

Der Hausbesitzer hatte das Gebäude laut Polizeibericht rechtzeitig verlassen. Die beiden Bewohner, die es nicht mehr durch den Rauch aus dem Haus schafften, mussten die Helfer mit einer Leiter vom Balkon des Hauses retten. Auch ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbarhaus und das Carport, das direkt neben der Garage stand, verhinderten sie. Niemand wurde verletzt. „Das Wohnhaus ist jetzt allerdings unbewohnbar", bestätigte Feuerwehr-Sprecher Brinkmann weiter. Die Polizei beziffert den Schaden auf etwa 250.000 Euro. Die Bewohner werden voraussichtlich in einer Gaststätte untergebracht. Nach dem Brand wurden sie von Rettungskräften betreut.

In der Garage steht ein ausgebranntes Auto, außerdem holten die Feuerwehrleute mehrere Gasflaschen und Benzinkanister aus dem brennenden Gebäude. Eine Gefahr, die für die Feuerwehrleute im ersten Moment durch den Qualm gar nicht sichtbar war, wie Horst Brinkmann berichtete. Wobei die Lagerung solcher kleiner Mengen für den privaten Gebrauch durchaus zulässig sei. Zum Glück explodierten die Flaschen und Kanister bei dem Feuer nicht.

Jetzt suchen Beamte der Kriminalpolizei nach der Brandursache. Noch Stunden nach dem ersten Alarm löschte die Feuerwehr einzelne Brandnester, die zerstörten Gebäude wurden mit einer Wärmebildkamera untersucht. Ansonsten, erläutert Brinkmann, dürfe an der Brandstelle nichts verändert werden, da die Ermittlungen noch liefen.

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