Fünf Bewohner sollen ihre Häuser im Ferienpark räumen

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Ärger im

Ferienpark - © Kalletal
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Ferienpark (© Kalletal)

Kalletal-Lüdenhausen (khk). Erika und Uwe Müller wohnen seit Oktober 2008 in einem Haus im Ferienpark Lüdenhausen. Jetzt sollen sie unter Androhung eines Zwangsgeldes durch den Kreis Lippe ausziehen. Die rechtliche Lage ist eindeutig: Es ist nicht zulässig, ein Ferienhaus als Dauerwohnsitz zu nutzen.

Was Uwe Müller so sauer macht ist, dass ihm das, wie er sagt, bei seinem Einzug keiner gesagt habe. Das Verwaltungsgericht Minden hat Müller in einem Urteil vom 25. August 2011 bestätigt, dass die Nutzungsuntersagung des Kreises für das Dauerwohnen rechtens sei, da sich das Haus in Lüdenhausen in einem Ferien- und nicht in einem Wohngebiet befinde.

In Lüdenhausen sind es 17 der 32 Ferienhäuser die zum Teil schon seit mehr als zehn Jahren ständig bewohnt sind - was auch geduldet wird. Bei fünf Häusern ist das jetzt allerdings anders.

Leben im Ferienhaus: Das dauerhafte Wohnen im Ferienpark Lüdenhausen wird vom Kreis nur geduldet. Fünf Bewohner sollen jetzt ausziehen. - © Foto: Krull
Leben im Ferienhaus: Das dauerhafte Wohnen im Ferienpark Lüdenhausen wird vom Kreis nur geduldet. Fünf Bewohner sollen jetzt ausziehen. (© Foto: Krull)

Im Mai 2011 hatte das Ehepaar vom Kreis die Aufforderung bekommen, sich bis zum 1. Dezember 2011 eine neue Wohnung zu suchen. Wegen Müllers Gesundheitszustand wurde die Frist bis kommenden Sonntag verlängert. 1.000 Euro werden fällig, wenn der Auszug bis dahin nicht erfolgt ist. Weitere 2.000 Euro Zwangsgeld oder ersatzweise Erzwingungshaft stehen im Raum, wenn Müller eine weitere Frist am 1. April 2012 verstreichen lässt.

Bisher hat er keine Wohnung gefunden. Die Gemeinde bietet Müllers nur eine Unterkunft im Obdachlosenheim Stemmen an. Da wollen sie aber nicht hin, weil sie ihren Hund nicht mitnehmen können.

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