Spezial-Rassehundeausstellung des Boxer-Klubs Kalletal

Weltsieger "Urosch" kommt aus Japan und gewinnt in Erder

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Zuchtrichter Mathias Wolf, hier mit "Ben von der Attiburg" und Besitzer Andreas Rüter. - © Foto: Daneyko
Zuchtrichter Mathias Wolf, hier mit "Ben von der Attiburg" und Besitzer Andreas Rüter. (© Foto: Daneyko)

Kalletal-Erder (wd). Deutsche Boxer sind in Erder in den Ring gestiegen. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um den Faustkampf, sondern um die Spezial-Rassehundeausstellung beim Boxer-Klub Kalletal. In einem eingegrenzten Rasenstück, dem so genannten Ring, wurden die einzelnen Hunde von Zuchtrichtern bewertet.

"Geprüft werden heute die festgelegten Rassestandards vom Ohr bis zur Schwanzspitze", erläutert Vorsitzende Luise Poethke, die gleichfalls an der Spitze der Landesgruppe Westfalen steht. Insgesamt 84 Boxer und eine Zuchtgruppe waren gemeldet - darunter, neben zahlreichen deutschen Haltern, auch Teilnehmer aus den Niederlanden, Österreich und Tschechien. Die längste Anreise mit exakt 999 Kilometern hatte Jean Philippe Gambonnet aus dem südfranzösischen Saint-Jean-Bonnefonds mit seinem zweijährigen Rüden "Glen du Clos de Matisar".

Inge Gerwin aus Osnabrück und Mathias Wolf aus Zwickau waren die beiden Formwertrichter, die die Hunde im Stand und in der Bewegung beurteilten. "Ein Richter muss die Vorzüge, aber auch die Schwächen eines Tieres herausfinden", sagt Gerwin. So werden beim Traben an der lockeren Leine das harmonische raumgreifende Laufen und das perfekte Gangwerk eingeschätzt. Zum rassetypischen Aussehen sollte ein Boxer einen schlanken Oberkopf und einen breiten vollen Fang mit geraden Zähnen aufweisen. Neben dunklen Augen und einem adeligen Hals sind die korrekte Winkelung der Vor- und Hinterhand sowie ein gerader Rücken von Bedeutung.

"Ein Boxer hat ein sehr ausdrucksvolles Gesicht mit echter Mimik", schwärmt Gründungsmitglied Burkhard Beyer über das charakteristische Aussehen dieser Rasse. 1996 wurde die Gruppe Kalletal im Boxer Klub gegründet und verfügt heute über 98 Mitglieder.

Als Preise warteten auf die jeweils vier Erstplazierten glänzende Pokale. Weiterhin wurde die jüngste Hündin der Gebrauchshundeklasse, die schönsten Jugendtiere sowie das schönste Boxerbaby und der älteste Veteran ausgezeichnet.

Mit der Bewertung "Vorzüglich 1" wurde "Urosch von der Burg Singidunum" des japanischen Besitzers Masaru Sakai aus Osaka zum schönsten Rüden der Ausstellung gekürt. Der in Belgrad gezüchtete vierjährige Boxer ist bereits Welt- sowie "Atiboxsieger".

Ebenfalls mit dieser Benotung  wurde die Hündin "Azra von der Burg Singidunum" des Besitzers Zoltan Heder aus Vorderstoder in Österreich zur schönsten Hündin und besten Boxer des Tages ernannt. Sie gewann zudem den ausgelobten Traberpokal.

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