Neue Lüdenhauser Dorf-App nimmt Formen an

Marlen Grote

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Bürgermeister Mario Hecker mit Reinhold Harnisch und Michaela Lehnert vom KRZ sowie Philip Pröhlemeier von „Zukunft Lüdenhausen" und Designerin Laura Stock (von links) präsentieren das neue Logo der Genossenschaft. - © Marlen Grote
Bürgermeister Mario Hecker mit Reinhold Harnisch und Michaela Lehnert vom KRZ sowie Philip Pröhlemeier von „Zukunft Lüdenhausen" und Designerin Laura Stock (von links) präsentieren das neue Logo der Genossenschaft. (© Marlen Grote)

Kalletal-Lüdenhausen. In Lüdenhausen tut sich was: Nachdem im Februar der Bescheid über 75.000 Euro Fördergeld für Dorfprojekte eingegangen war, hat sich inzwischen eine Genossenschaft gegründet, die verschiedene Aktionen auf den Weg bringen und betreuen soll. Und erste Aufgaben hat deren Vorsitzender Philip Pröhlemeier gemeinsam mit der Gemeinde Kalletal bereits angepackt. Unter anderem nimmt die Dorf-App Formen an.

Zwei neue Elektro-Autos für das Carsharing im Ort sind bestellt, eine 450-Euro-Kraft wurde eingestellt, die im Rahmen des Senioren-Informationsdienstes Hausbesuche machen wird. Und die Kalletaler Firma Küstenkind Design von Laura Stock hat ein Logo für die Genossenschaft „Zukunft Lüdenhausen" erstellt.

Unter dem Motto „Heute für ein starkes Morgen" haben sich die Kalletaler auch nach einer Lösung für ein digitales Dorf-Netzwerk umgesehen. Als Partner haben sie das Kommunale Rechenzentrum (KRZ) gewonnen. Geschäftsführer Reinhold Harnisch hat das Konzept für das Dorfportal in Emden entdeckt: Dort nutzen Bürger und Besucher die App „Keptn", über die sich Bürger vernetzen und die Kommune Nachrichten verbreitet.

Die Lizenz für diese App, die sich nach einem Baukastenprinzip individuell anpassen lässt, hat das KRZ gekauft. In Lüdenhausen soll der erste Testlauf starten – unter dem Namen „DORFnet" und mit dem nordlippischen Yeti als Leitfigur.

Dafür hat Bürgermeister Marion Hecker die Wünsche der Lüdenhauser gesammelt. Herausgekommen ist ein Startpaket, in dem die App die mobile Seniorenberatung, eine Leerstandsbörse für den Ortsteil, einen Veranstaltungskalender, zahlreiche Öffnungszeiten sowie Informationen zum öffentlichen Nahverkehr und den Bürgerbus umfasst.

Außerdem sollen die Dorfautos über die App gebucht werden können, die Gemeinde nutzt die App als Mitteilungsplattform; und der Müllkalender erinnert die Anwohner, wann sie welche Tonne an die Straße stellen müssen. Auch der mobile Wochenmarkt, ein Verkaufswagen, soll darüber Bestellungen annehmen. Dazu können sich die Bürger untereinander vernetzen und austauschen.

„Das sind ein paar mögliche Funktionen, weitere sind denkbar", erklärt KRZ-Geschäftsbereichsleiterin Michaela Lehnert. Eine App für ein Dorf im Kalletal – da stellt sich die Frage, ob die Internetverbindung „da draußen" dafür reicht. „Bei uns ist das Netz gut", sagt Philip Pröhlemeier. Und wenn sich das Netzwerk in Lüdenhausen bewährt, könnte es auf ganz Kalletal ausgeweitet werden, stellt Mario Hecker in Aussicht. Erstmal startet Lüdenhausen im Frühjahr 2018 für drei Jahre, 16.000 Euro des Fördersumme lässt sich der Ort das kosten.

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