Die Bielefelder Schüco-Arena liegt mitten in der Stadt

Die Schüco-Arena in Bielefeld ist die sportliche Heimat des Zweitligisten Arminia Bielefeld. Sie kann auf eine Tradition bis ins Jahr 1926 zurückblicken

Matthias Bungeroth

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Aus der Vogelperspektive: Die Schüco-Arena ist Heimstätte des Profifußballvereins DSC Arminia Bielefeld. - © NW
Aus der Vogelperspektive: Die Schüco-Arena ist Heimstätte des Profifußballvereins DSC Arminia Bielefeld. (© NW)

Bielefeld. Sie ist der Beweis dafür, dass das Herz des Profifußballs noch immer mitten in der Stadt liegt und so die Herzen der Fans im Sturm erobert. Denn seit den 1920er-Jahren liegt die Bielefelder Schüco-Arena in einer Wohnsiedlung an der Melanchthonstraße im Westen der Stadt.

Das reine Fußballstadion, im Volksmund nach wie vor auch Bielefelder Alm genannt, ist sportliche Heimat des Zweitbundesligisten DSC Arminia Bielefeld. Als auf dem zuvor landwirtschaftlich genutzten Gelände am 1. Mai 1926 die Kicker ihr erstes Spiel vor 2.000 Zuschauern gegen Victoria Hamburg mit 5:1 gewannen, konnte noch niemand ahnen, welch sporthistorische Entwicklung sich an dieser traditionsreichen Stätte in den folgenden Jahrzehnten abspielen würde.

Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt durchlebten der Verein und seine Fans große Siege und spektakuläre Aufstiege, aber auch Niederlagen und Abstiege.

Eins hat sich bei allem Wechselbad der Gefühle und auch den baulichen Veränderungen des Stadions nicht geändert: Es gehört zu den Fußballarenen mit einer besonders emotionalen Atmosphäre, die nicht nur die Fans, sondern oft auch die Gästeteams ergreift und nicht selten dazu beiträgt, dass der gastgebende Verein den jüngst neu verlegten Rasen als Sieger verlassen kann. Heute präsentiert sich die Schüco-Arena als moderner Eventschauplatz, der für Hochzeiten ebenso genutzt werden kann wie in Form eines Skyoffice in der Haupttribüne als Firmensitz.

„Bei gutem Wetter hat man von dort einen Blick bis zum Hermannsdenkmal", schwärmt Arminia-Sprecher Tim Santen. Das Stadion fasst 26.137 Zuschauer, davon rund 7.470 auf Stehplätzen. Die Rasenfläche ist etwa 8.500 Quadratmeter groß. Die Rasenheizung besitzt ein 36 Kilometer langes Rohrsystem. Auf der Osttribüne gibt es 800 einzelne Photovoltaikmodule. Sie erzeugen 80.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

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