250 Jahre LZ: Heinrich Drake und die LZ – ein schwieriges Verhältnis

Michael Dahl

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Ein stets kritischer LZ-Leser: Landespräsident Heinrich Drake hielt deutlich Distanz zur LZ. - © Privat
Ein stets kritischer LZ-Leser: Landespräsident Heinrich Drake hielt deutlich Distanz zur LZ. (© Privat)

Kreis Lippe. Das Verhältnis angespannt zu nennen, wäre eine offensichtliche Untertreibung. Heinrich Drake (1880-1970) und die jeweiligen Protagonisten der Lippischen Landes-Zeitung – von Dr. Adolf Neumann-Hofer über Max Staercke bis zu Verlagsleiter Kurt Gasper nach dem 2. Weltkrieg – haben sich nicht selten auf das Heftigste gestritten.

Das ist nicht nur mit den politischen und gesellschaftlichen Konfliktlinien zwischen Sozialdemokratie und Liberalismus zu erklären, sondern sehr deutlich auch mit eigenwilligen Charakteren, die sich jeweils über Jahrzehnte aneinander reiben. Noch 1984 ist in einem larmoyanten LZ-Artikel von einem „Privatkrieg" die Rede, den Drake gegen die Zeitung geführt haben soll. Doch zumindest zwischen dem Säulenheiligen der lippischen SPD und Staercke gibt es auf persönlicher Ebene auch immer wieder versöhnliche Worte.

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Intensiv mit Heinrich Drake auseinandergesetzt hat sich in mehreren Aufsätzen der ehemalige Detmolder Stadtarchivar Andreas Ruppert – so in einem Beitrag für die Internet-Zeitschrift „Rosenland" im Februar 2007 (www.rosenland-lippe.de) und in einem Aufsatz für die Festschrift zu Ehren des Politikwissenschaftlers Lothar Albertin im darauf folgenden Jahr.

Wer’s ausführlicher mag, studiere die 1984 erschienene Biografie von Ursula Rombeck-Jaschinski oder den vom Landesverband Lippe im Jahre 1981 herausgegebenen Dokumenten-Sammelband von Volker Wehrmann.

Drake und seine LZ-Kontrahenten verbindet dabei eine tiefgehende Leidenschaft für das niedergelegte Wort – sei es geschrieben mit der Hand als Brief oder Vermerk, sei es gedruckt in Form einer Zeitung oder eines Buches. Bevor Drake infolge der Novemberrevolution in die Politik geht und zunächst Landespräsident, später Regierungspräsident und Landesverbandsvorsteher wird, schlägt er eine berufliche Laufbahn ein, die genauso gut auf Lebenszeit in den Journalismus hätte führen können.

Wie es weiter geht erfahren Sie auf unserer Jubiläumsseite: www.lz250.de.

Die nächste Folge der Serie erscheint am Montag, 5. Dezember. Dann geht es um die Verbindungen der LZ zu liberalen Parteien.

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