Angst vor Vogelgrippe: Lippisches Geflügel bleibt unter Dach und Fach

Erol Kamisli

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Stallpflicht für Geflügel auch in Lippe (© dpa)

Kreis Lippe. Alle 2.500 Geflügelbesitzer im Kreisgebiet müssen aus Sorge um eine Ausbreitung der Vogelgrippe ihre rund 300.000 Tiere seit dem 25. November im Stall lassen. „Daran hat sich nichts geändert. Zurzeit ist noch nicht abzusehen, wie lange die Stallpflicht aufrechterhalten werden muss", sagt Tierärztin Ricarda Rottmann vom Veterinäramt des Kreises auf LZ-Anfrage. Eine solche Stallpflicht für das gesamte Kreisgebiet wurde zuletzt im Jahr 2005 ausgesprochen.

Nach der Stallpflicht habe es zahlreiche Nachfragen von Züchtern gegeben. „Viele wussten nicht, wie die Unterbringung des Geflügels in konkreten Einzelfällen durchzuführen ist und welche Stall-Konstruktionen erlaubt sind", sagt Rottmann. „Als Geflügelstall gelten Volieren, Kunststoff-Gewächshäuser und ein Unterstand, der mit Kaninchendraht überzogen ist", fügt sie hinzu. Wichtig sei, dass der Kontakt mit Wildvögeln vermieden werde.

Neben der Stallpflicht gilt derzeit ein Ausstellungsverbot. Zudem seien die lippischen Jäger aufgefordert worden, Proben von erlegten Vögeln zu nehmen. „Wir kontrollieren in Risikogebieten, dazu zählen Sammelplätze von Zugvögeln", berichtet Rottmann. Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen die Vogelgrippe in einem Bestand ausbreche,werde der gesamte Bestand getötet. „Damit soll neben einer weiteren Ausbreitung auch verhindert werden, dass kontaminiertes Fleisch oder Eier in den Handel geraten", erklärt Rottmann. Infektionen des Geflügels seien anzeigepflichtig. Sie werden bekämpft, indem die Tiere getötet und fachgerecht beseitigt werden.

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