Erster Klima-Kongress zeigt Schülern die Probleme der Erderwärmung

Marianne Schwarzer

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Ein breites Programm rund um die Klimaerwärmung hatte der erste Klima-Kongress für Schüler zu bieten. - © Bernhard Preuß
Ein breites Programm rund um die Klimaerwärmung hatte der erste Klima-Kongress für Schüler zu bieten. (© Bernhard Preuß)

Kreis Lippe. Gerade mal 16, aber eine klare Meinung: Florian Lempke hatte gestern morgen seinem Publikum im großen Kinosaal der Filmwelt Lippe was zu sagen: „Was Donald Trump alles macht, ist ganz und gar nicht gut fürs Klima", sagte er zu Beginn des landesweit ersten Schüler-Klima-Gipfels. Hunderte junge Lipper hörten ihm zu und applaudierten: Nicht „America first", so lautet ihre Botschaft, sondern „Planet first".

Um nichts Geringeres als die Rettung der Erde ging es an diesem Vormittag, den die Eventagentur Get People aus Bad Salzuflen initiiert und gemeinsam mit dem Kreis Lippe und anderen Partnern für Klassen aller Schulformen auf die Beine gestellt hat. Gut 30 Sponsoren von der Biobäckerei in Lippe bis hin zu Warner Brothers in Hamburg haben sich hier eingebracht.

Und dank dieser Kontakte wird der Nachhaltigkeits-Schultag zu einem multimedialen Feuerwerk: Beeindruckende Bilder der Erde von oben zu den Klängen von Enya wechseln sich ab mit Einblicken in das Astronautenleben: In einer Videobotschaft erklärt der deutsche Mann im All, Alexander Gerst: „Wenn ich die Erde von oben sehe, dann merke ich erst, wie verletzlich die Atmosphäre ist.

Sie ist nur ein kleiner Schleier." Und darunter sähe man, was der Mensch der Erde antut: Die gerodeten Urwälder sehen aus dem All aus wie „Wunden", sagt der Astronaut. „Wenn sich ein Außerirdischer nähern würde, dann frage ich mich, ob er uns wohl für eine intelligente Spezies halten würde."

Mit in die Arktis nimmt Polarforscher Prof. Dr. Peter Lemke, der eindrucksvoll anhand einer Temperaturkurve, gemessen in tausenden Jahren altem Eis, demonstrierte, wie der Mensch in kurzer Zeit die Erde erwärmt hat. „Wenn Ihr nur irgendetwas von diesem Tag mitnehmt, dann ist das dieses Bild, denn daran seht Ihr, wie dramatisch das ist."

Es geht um Lösungen. An diesem Vormittag lernen die Schüler, was sie selbst tun können, um den Klimawandel zu stoppen. Sie dürfen im E-BMW fahren und nehmen aus einem Videofilm die markige Botschaft mit: „Kauft keinen Scheiß, den Ihr nicht braucht."

Am Ende ist Dr. Ute Röder, Umweltbereichsleiterin beim Kreis Lippe, beeindruckt: „Es ist toll, dass wir die Schüler so in ihrer eigenen Lebenswelt, im Kino, abholen können." Noch mehr Interaktivität erwartet sie auf der Energiemesse, bei der am Samstag, 18. Februar n in der Lipperlandhalle stattfindet: „Dann können sich die Schüler auch in Workshops selbst einbringen."

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