Drei Museen in Lippe beleuchten die Reformation

Martin Hostert

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Die Kuratoren arbeiten mit Hochdruck an ihren jeweiligen Reformations-Ausstellungen (von links nach rechts): Jürgen Scheffler vom Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, PD Dr. Heiner Borggrefe vom.Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo und Julia Schafmeister vom Lippischen Landesmuseum Detmold. - © Martin Hostert
Die Kuratoren arbeiten mit Hochdruck an ihren jeweiligen Reformations-Ausstellungen (von links nach rechts): Jürgen Scheffler vom Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, PD Dr. Heiner Borggrefe vom.Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo und Julia Schafmeister vom Lippischen Landesmuseum Detmold. (© Martin Hostert)

Lemgo/Detmold. Gleich drei Ausstellungen locken nach den Sommerferien ins Lipperland. Im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, im Lippischen Landesmuseum Detmold und im Museum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo dreht sich passend zum Lutherjahr alles um das Thema Reformation.

„Erstmals treten wir Seite an Seite im Verbund auf, gehen inhaltlich Hand in Hand, sind gemeinsam stark", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der drei Museen. Wer alle Ausstellungen besucht, bekomme einen umfassenden Einblick in die Thematik der Reformation und ihre Auswirkungen im Weserraum, in der Grafschaft Lippe und der Stadt Lemgo.

Im Weserraum fasste die Reformation früh Fuß, Landgraf Philipp von Hessen führte die neue Konfession bereits Mitte der 1520er Jahre ein und setzte den Maßstab für die Reformation in Norddeutschland. Die Grafschaft Lippe nahm einen besonderen Weg: Wenige Jahrzehnte nach der Einführung des Luthertums ereignete sich ein erneuter konfessioneller Wandel.

Unter Graf Simon VI. wurde Lippe evangelisch-reformiert, allein die Stadt Lemgo blieb lutherisch. Diese religiösen Umbrüche brachten große Veränderungen für die Gläubigen des 16. und 17. Jahrhunderts mit sich und wirken sich bis heute in Lippe aus.

„Ich freue mich sehr, dass an diesem Ausstellungsprojekt gleich zwei Museen des Landesverbandes beteiligt sind. Um die Kooperation optisch erkennbar zu machen, haben sich die drei Häuser auf einen gemeinsamen Werbeauftritt verständigt", wird Anke Peithmann, Vorsteherin des Landesverbandes Lippe, zitiert.

Die drei Ausstellungsplakate kommen einheitlich und mit garantiertem Wiedererkennungseffekt daher. Auch virtuell sind die Ausstellungen zusammengefasst. Im Netz kann sich jedermann ganz bequem über die Ausstellungen, museumspädagogischen Programme und Begleitveranstaltungen informieren.

Auch die Lippische Landeskirche ist äußerst angetan von dieser Fülle an Reformationsausstellungen. „Dass große Ausstellungen zum Reformationsjubiläum gezeigt werden, unterstreicht die Bedeutung, die dieses besondere Jahr 2017 in Lippe hat. Die Reformation ist ein Geschehen, an dem viele beteiligt waren. Ganz unterschiedliche Entwicklungen kamen zusammen und wurden wichtig", sagt Landessuperintendent Dietmar Arends. Es werde äußerst spannend sein, die Aspekte der Reformation zu entdecken.

www.3museen.net

Information
Schwerpunkte der Ausstellungen

„Mach’s Maul auf" lautet der Ausstellungstitel im Weserrenaissance-Museum. Vom 3. September bis 7. Januar beschäftigt ist die Reformation im Weserraum Thema.
Die Ausstellung im Lippischen Landesmuseum mit dem Titel „Machtwort!" befasst sich in demselben Zeitraum mit der Reformation in Lippe.
Die Schau „Glaube, Recht & Freiheit" im Hexenbürgermeisterhaus thematisiert den „Röhrentruper Rezess" (1617). Bis ins 19. Jahrhundert regelte er das Zusammenleben von Lutheranern und Reformierten. Sie dauert vom 27. August bis zum 7. Januar.

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