Irritation: Sanierungspläne für die Ostwestfalenstraße sind bereits im vollen Gange

Stefan Backe und Martin Hostert

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Kerstin Vieregge - © Kerstin Vieregge
Kerstin Vieregge (© Kerstin Vieregge)

Bad Salzuflen. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge hat angekündigt, dass sie sich für die Ostwestfalenstraße in Bad Salzuflen stark machen will. Das kann sie sich sparen: Die politischen Signale stehen seit Jahren auf Grün, um die Strecke auszubauen, die mit rund 21.000 Fahrzeugen pro Tag zu den lippischen Hauptverkehrsadern zählt.

So behauptet Kerstin Vieregge in einer Pressemitteilung unter anderem, der Ausbau der Ostwestfalenstraße liege auf Eis. Konfrontiert mit dieser Aussage kam vom Landesbetrieb „Straßen.NRW"  allerdings eine ganz andere Einschätzung. So erwartet die Behörde unter anderem, dass sie Anfang 2018 das Baurecht bekommt, um den provisorischen Kreisel an der Oerlinghauser Straße durch eine Brücken/Kreisel-Lösung ersetzen zu können.

Auch der heimische SPD-Landtagsabgeordnete und Verkehrsexperte Jürgen Berghahn aus Blomberg ist erstaunt. „Frau Vieregge sagt öffentlich, dass sie den Ausbau der Ostwestfalenstraße vorantreiben will. Leider scheint sie aber gar nicht über die aktuelle Lage Bescheid zu wissen. Mit realer und ernstzunehmender Verkehrspolitik hat der Vorstoß der CDU-Bundestagsabgeordneten leider gar nichts zu tun."

Bei dem genannten Straßenabschnitt gehe es um den Kreisel im Bereich der Oerlinghauser Straße. „Hier findet aber derzeit schon das erforderliche Planfeststellungsverfahren statt. Wenn Frau Vieregge nun nach Düsseldorf zum neuen Verkehrsminister kommen möchte, um über diese Angelegenheit zu reden, kommt sie zu spät, da die Maßnahmen bereits im Gange sind", teilte Jürgen Berghahn mit.

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