Detmolderin Sina Bose lässt ihre Muskeln auf Instagram spielen

Freya Köhring

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Sina Bose ist sehr aktiv auf Instagram. Seit sie intensiv Bodybuilding betreibt, hat sie schon mehrere Erfolge feiern können. - © Freya Köhring
Sina Bose ist sehr aktiv auf Instagram. Seit sie intensiv Bodybuilding betreibt, hat sie schon mehrere Erfolge feiern können. (© Freya Köhring)

Kreis Lippe. Fitness nimmt im Leben von Sina Bose einen großen Platz ein. Sie studiert nicht nur Sport und Gesundheitsmanagement an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld, sondern arbeitet auch nebenher als Trainerin in einem Detmolder Fitnessstudio. Selbst macht sie sehr aktiv Bodybuilding und teilt ihre Erfolge und Rückschläge auf Instagram. Inzwischen folgen ihr unter dem Namen "siinabo" rund 2.700 Abonnenten. Die 23-Jährige gehört zu erfolgreichen Fitness-Bloggern aus Lippe, die wir in unserer Serie vorstellen.

So richtig angefangen hat alles etwa vor zwei Jahren. Sina Bose arbeitete zu der Zeit in einem Bad Salzufler Fitnessstudio als Trainerin. Hier lernt sie einen ehemaligen Bodybuilder kennen, der sie fragt, ob sie Lust hätte, in diese Richtung zu trainieren. "Er hat mich an den Sport herangeführt", sagt die Studentin. Auch jetzt begleitet er sie noch.

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Dabei ging es ihr nicht nur um eine gute Figur, sondern einfach um den Spaß an der Sache. "Es hat mir von Anfang an Spaß gemacht, deshalb habe ich weitergemacht." Es sporne sie an, beim Training jedes Mal alles aus sich herauszuholen und sichtbare Erfolge zu erzielen.

Anfang 2017 hat sie dann Instagram aktiver für sich entdeckt. "Ich versuche, den Fokus nicht ganz auf Fitness zu legen. Ich poste auch persönliche Momente, die für mich gerade schön sind", sagt Sina Bose. Dazu gehörten durchaus auch mal schlechte Tage. Allerdings achte sich schon darauf, wann sie einen Beitrag teilt und welche Hashtags sie am besten setzt, damit sie viele Nutzer erreicht.

Gleichzeitig ist das soziale Netzwerk für sie eine Inspirations- und Motivationsquelle: "Es motiviert mich schon zu sehen, wie das was ich mache ankommt." Ein Austausch mit anderen Instagramern gebe es auch. Doch am Ende habe jeder sein eigenes System, wobei sie gegenüber Anregungen durchaus aufgeschlossen sei.

Wettkämpfe

Posieren beim Wettkampf. Sina Bose präsentiert sich vor der Jury. - © Stephanie Philippsen
Posieren beim Wettkampf. Sina Bose präsentiert sich vor der Jury. (© Stephanie Philippsen)

2017 war auch das Jahr, in dem sie an ihrem ersten Wettkampf teilgenommen hat. Auf der Fitnessmesse in Köln, der Fibo, trat die 23-Jährige für die Wahl zur "Miss Fibo Power Beauty" in der Klasse Bikini-Shape, Kategorie Newcomer, an. Vor der Teilnahme galt es allerdings, in einem Voting auf der Internetseite der Fibo gut abzuschneiden. "Da habe ich auch viel über Instagram gemacht", sagt Sina Bose. Schließlich bekam sie genug Stimmen und war sie eine von zehn Teilnehmerinnen. Am Ende belegte sie den dritten Platz.

Danach startete sie als Teilnehmerin bei der Westdeutschen Meisterschaft des NACs (National Athletic Comitee) Germany und belegte gleich den zweiten Platz. Damit qualifizierte sie sich für die Deutsche Meisterschaft des NACs in Walsrode. Hier machte sie den vierten Platz, ebenfalls alles in der Klasse Bikini Shape. "Es lief gut mit den ersten Wettkämpfen. Ich bin sehr zufrieden mit der ersten Saison", fasst Sina Bose zusammen.

War es komisch, sich in Bikini vor einem Publikum zu präsentieren? "Aufgeregt war ich schon. Es war mir aber nicht unangenehm, mich zu zeigen", sagt die 23-Jährige. Und worauf kommt es bei so einem Wettkampf an? "Wichtig sind das Posing und die Ausstrahlung", so Sina Bose. Vor der Teilnahme creme sie sich mit Bräunungsmittel ein, damit die Muskeln besser zu sehen seien. Ihr Wettkampfoutfit - ein Bikini - sei eine Maßanfertigung und nach ihren Vorstellungen gestaltet. Das ist natürlich mit Kosten verbunden. Mehrere Hundert Euro kostet so ein angefertigter Bikini. "Das ist es mir aber auch wert", so Bose.

Negative Kommentare

Die meisten Reaktionen, die Sina Bose auf Instagram bekommt, seien positiv. Aber man folge schließlich auch Profilen, die sich im selben Umfeld bewegen. Klar gebe es dennoch auch negatives Feedback. Einige, die nicht in der Szene seien, würden zum Beispiel kritisieren, dass sie zu dünn sei oder, dass das, was sie mache, ungesund sei. "Natürlich ist das eine Belastung für den Körper, aber ich achte schon sehr auf gesunde Ernährung und dass ich alle wichtigen Nährstoffe zu mir nehme", sagt die 23-Jährige. Sie versuche dann zu erklären, was sie mache. Letztendlich sei es jedoch auch ihr Körper.

Training

Sina Bose beim Training im Fitnessstudio. - © Stephanie Philippsen
Sina Bose beim Training im Fitnessstudio. (© Stephanie Philippsen)

Viermal in der Woche macht sie Kraft- und zweimal Cardio-Training. So habe sie einen Tag in der Woche frei. "Manchmal kombiniere ich auch Kraft- und Cardio-Training, dann haben ich zwei freie Tage", sagt sie. Und was ist mit Steroiden? "Auf keinen Fall. Das ist es mir nicht wert. In meiner Klasse kommt es auch nicht auf riesige Muskelmassen an." Alles, was sie zu sich nehme, sei frei verkäuflich. Darunter seien zwar Mittel, die den Stoffwechsel anregen sollen, aber keine Wachstumshormone. Eine ärztliche Vorsorge gehöre für sie dazu. Besonders im Hinblick auf den Hormonhaushalt sei das wichtig. Kürzlich habe sie zudem ihre Schilddrüse untersuchen lassen.

Ihr Ziel

Sina Bose hat gerade mit den Vorbereitungen für die Wettkämpfe in diesem Jahr begonnen. Zur der Wahl zur "Miss Fibo Power Beauty" wolle sie dieses Jahr nicht antreten. "Das mit dem Voting war dann doch etwas stressig", sagt sie. Doch bei der Westdeutschen Meisterschaft möchte sie wieder dabei sein und auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft schaffen. Zudem stehe die Teilnahme an der Deutschen Junioren- und Masters- Meisterschaft 2018 des Deutsche Bodybuilding- und Fitness-Verbands am 28. April auf ihrer Agenda. Ihr Ziel: "Meine Form von 2017 noch zu toppen."

Außerdem möchte die 23-Jährige noch mehr auf Instagram machen und ihren Account weiter ausbauen. "Ich möchte mehr mit Trainingsvideos arbeiten und auch noch mehr Follower gewinnen", fasst Bose zusammen. Möchte sie denn noch in eine andere Klasse aufsteigen? "Nein", sagt die Sportlerin bestimmt. Bikini-Shape sei für sie noch ästhetisch. Alles andere gehe ihr zu weit.

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