Der Hermann taucht ins Laserlicht-Gewitter

Erol Kamisli und Bernhard Preuß

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Generalprobe: Das Motiv zeigt eine Szene der Show. - © Bernhard Preuß
Generalprobe: Das Motiv zeigt eine Szene der Show. (© Bernhard Preuß)

Detmold. Nach der 
Insolvenz von Guido Röcken, Gastwirt am Hermannsdenkmal, mussten die Veranstalter von „Hermann leuchtet" eine Alternative fürs Catering und den Bereich der Sanitäranlagen finden. Doch alle offenen Fragen zur Show, die bis zum Samstag, 24. März täglich ab 18 Uhr läuft, sind geklärt, betonen die Organisatoren.



Keine Auswirkung der Pleite auf die Show

„Wir haben mit der Firma ,Infinity’, die sich um Speisen und Getränke kümmert, schon eine Alternative gefunden", erklärt Organisator Acker. Die Zelte seien aufgebaut und eingerichtet. Da die Sanitäranlagen des Restaurant nicht benutzt werden könnten, habe man mehrere Dixi-Klos auf dem Gelände aufgestellt und zudem stünden den Besuchern auch die öffentlichen Toiletten zur Verfügung. „Mit dem Stress um die Gastronomie am Denkmal haben wir nichts zu tun. Es ist purer Zufall, dass die Insolvenz mit unserer Veranstaltung zusammenfällt", sagt Acker.

Höhepunkte

„Die diesjährige Show unterscheidet sich vor allem durch das nochmals verbesserte 3D-Videomapping von denen der vergangenen Jahre", betont Acker. Dabei gehe es um die Bewegtbilder, die auf die Statue projiziert werden. Der „LightArt"-Programmierer, der im vergangenen Jahr bei den Ilda Awards (International-Laser-Display-Association) den ersten und zweiten Platz für die beste Outdoor-Lasershow belegte, hat laut Acker drei Monate an der neuen Gestaltung gearbeitet. „Mehr geht fast nicht mehr", meint Acker, der einige Überraschungen für die fünfte Auflage ankündigt.

Stromversorgung

Ein 800.000- Watt-Stromaggregat haben die die Stadtwerke Detmold eigens für die Show zum Hermann gefahren. „Damit haben wir genug Saft auf dem Berg", freut sich Acker. Dieses „Monsteraggregat" sei notwendig, weil die viele Stromleitungen durch den Orkan „Friederike" beschädigt worden seien. Wir haben rund 15 Kilometer 
Kabel verlegt und knapp 500 LED-Scheinwerfer angebracht, fügt Acker hinzu.

Eintritt: Der Eintritt zu „Hermann leuchtet" beträgt für Erwachsene 10 Euro, Jugendliche sowie Besucher mit Behinderung zahlen 5 Euro. Kinder, die kleiner als 1,20 Meter sind, haben freien Zugang. Es gibt keinen Kartenvorverkauf – die Tickets sind nur an der Abendkasse erhältlich.

Anfahrt

Zwar ist die Hindenburgstraße aus Hiddesen zum Hermann hoch nach dem 
großen Sturm seit einigen Tagen wieder frei, die Sturmschäden sind zum großen Teil beseitigt. Dennoch bitten die Veranstalter alle Besucher, mit dem Bus zu kommen – vor allem an den Wochenenden rechnen sie damit, dass der Parkplatz am Hermannsdenkmal voll besetzt sein wird. Die Pendelbusse fahren daher freitags bis sonntags im 15-Minuten-Takt ab dem Detmolder Bahnhof mit den Stationen „Lippischer Hof" und „Freilichtmuseum", erstmals um 17.30 Uhr. Eine Tour kostet 2 Euro.

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