Gericht entscheidet: Arzus Bruder bleibt in Haft

Senat weist Beschwerde des 22-Jährigen ab

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Detmold/Hamm (sb). Das Oberlandesgericht in Hamm hat die erweiterte Haftbeschwerde des jüngsten Bruders von Arzu Özmen abgewiesen. Das bestätigte Gerichtssprecherin Ulrike Kaup am Donnerstag auf Anfrage der LZ. Somit bleibt der 22-Jährige ebenso in Untersuchungshaft wie seine drei älteren Brüder und die Schwester.

Den fünf Kurden wird vorgeworfen, ihre 18-jährige Schwester Arzu am 1. November aus der Wohnung ihres russlanddeutschen Freundes verschleppt zu haben. Grund soll sein, dass Arzu, die aus einer jesidischen Familie stammt, eine Liebesbeziehung zu einem Andersgläubigen hatte.

Da die Geschwister schweigen und es seit der Verschleppung kein Lebenszeichen von Arzu gibt, gehen die Ermittler davon aus, dass die junge Frau tot ist.

Das Oberlandesgericht hat mit seiner aktuellen Entscheidung die Bewertung des Landgerichts Detmold bestätigt. Unter Vorsitz von Richter Michael Reineke war dort, wie berichtet, Mitte Dezember die Haftbeschwerde abgelehnt worden.

Zur Begründung hieß es, dass bei dem 22-Jährigen weiterhin ein dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr bestehe. Das Oberlandesgericht schloss sich der Begründung an. Ein Ende der Untersuchungshaft ist für Arzus jüngsten Bruder damit noch nicht in Sicht.

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