Warteliste für ältere Gefangene

Vollzugsbaukonzept wird vorgestellt

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Erweiterung für JVA

dauert an - © Lippe
Erweiterung für JVA
dauert an (© Lippe)

Kreis Lippe. Die Erweiterung der Detmolder JVA lässt noch auf sich warten. Die Pläne dafür liegen seit längerer Zeit in der Schublade, doch: "In den vergangenen Jahren sind unterschiedliche Prioritäten gesetzt worden", so Landtagsabgeordneter Dennis Maelzer (SPD), Mitglied des JVA-Beirates, bei einer Beiratssitzung am Montag in der Haftanstalt. 

Dabei sei es zum Beispiel um die Erfüllung der Maßgaben für die Sicherungsverwahrung oder jetzt aktuell nach den Vorfällen in Bochum um Fragen zur Ausbruchsicherheit gegangen. Ein Ausbau sei indes weiter dringend notwendig, ergänzt JVA-Leiterin Kerstin Höltkemeyer-Schwick. Dabei lenkt sie den Blick auf die Abteilung für lebensältere Gefangene (ab 62 Jahren, unser Bild).

22 Plätze hat die Abteilung, in der spezielle Angebote für die älteren Insassen gemacht werden - bis hin zum Kochkursus mit Ehrenamtlichen von "draußen". Acht weitere Häftlinge aus NRW stehen auf einer Warteliste. Dafür müsste aber zunächst der Ausbau erfolgen. Auch eine Trennung von Untersuchungs- und Strafhaft sei wünschenswert. 

In der Detmolder Justizvollzugsanstalt sind derzeit nahezu alle Gefangenen in Arbeit - © Foto: Gerstendorf-Welle
In der Detmolder Justizvollzugsanstalt sind derzeit nahezu alle Gefangenen in Arbeit (© Foto: Gerstendorf-Welle)

Das Land erstellt bald ein Vollzugsbaukonzept - gerade gestern hat das Kabinett in Düsseldorf Leitlinien für den Vollzug und damit auch das Konzept beschlossen. In diesem Kontext werden in den nächsten Wochen und Monaten die Bedarfe neu ermittelt. Peter Marchlewski, Sprecher des Justizministeriums, sagt dazu: "Die Pläne, Detmold zu erweitern, gibt es." Dennoch müsse das neue Konzept abgewartet werden. 

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