Heuwinkel weist Kritik an Kozlowski-Wahl zurück

Landrat erinnert an große Kreistags-Mehrheit - Schlichter betont "völlige Unabhängigkeit"

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Unabhängigkeit für Kozlowski<r>





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Unabhängigkeit für Kozlowski




(© Lippe)

Kreis Lippe (mah). Landrat Friedel Heuwinkel will das Schlichtungsverfahren im Nationalpark-Streit in Ruhe abwarten. Schlichter Kozlowski betonte unterdessen gegenüber der LZ, die große Kreistags-Mehrheit verschaffe ihm "eine völlig unabhängige Position."
 
Er habe sich eigentlich einige Zeit aus der Diskussion heraushalten und den Schlichter in Ruhe arbeiten lassen wollen, sagte Heuwinkel. Doch von der LZ auf die Kritik von Waldbauern, Stephan Prinz zur Lippes und anderen an der Wahl Kozlowskis angesprochen, erklärte der Landrat, ein Schlichter sei üblicherweise von demjenigen auszuwählen, der einen Auftrag zu erfüllen habe. Und des Kreistags Auftrag sei nun mal, eine Gebietskulisse zu erarbeiten.

Die Mehrheit pro Kozlowski (gegen FDP und drei Sozialdemokraten) sei überragend ausgefallen. "Herr Kozlowski muss mit Eigentümern sprechen und dann mit dem Land, ob die schließlich gefundene Kulisse überhaupt fachlich geeignet ist." Er habe den CDU-Mann vorgeschlagen, um nicht in den Verdacht zu kommen, einen Lobbyisten für die rot-grüne Regierung in Düsseldorf ins Haus zu holen.

Kozlowski habe den Kreis auch mitnichten früher schon in einem Rechtsstreit vertreten, wie es seine Kritiker unterstellten.
Dies ergänzte Koszlowski: "Ich hatte vom Kreis das Mandat, anwaltlich das Gespräch mit dem Fürstenhaus zu suchen, um auszuloten, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen Stephan Prinz zur Lippe bereit wäre, eine Einbeziehung von Flächen zu akzeptieren oder im Tauschwege zur Verfügung zu stellen.

Schlichter Günter Kozlowski sucht weiterhin nach Lösungen - © Foto: Preuss
Schlichter Günter Kozlowski sucht weiterhin nach Lösungen (© Foto: Preuss)

Zu dieser Thematik hat es wenige Gespräche mit seinem Anwalt gegeben. Dieses kurze Mandat ist beendet." Er sehe die Aufgabe "unabhängig und ergebnisoffen." Beteiligte und Betroffene seien eingeladen, ihre Standpunkte zu verdeutlichen.

Heuwinkel sagte, wenn ein Eigentümer wie Stephan Prinz zur Lippe erkläre, er wolle nicht mit Kozlowski sprechen, "dann ist das ein Ergebnis, das in die Schlichtung einfließt." Der Schlichter könne ja auch zu dem Schluss kommen, dass es keine Chance gebe, eine fachliche Kulisse hinzubekommen.

Heuwinkel rechnet um Ostern mit einer Schlichtung und einer Kreistags-Sondersitzung. Koszlowski hat unterdessen zu Gesprächen ins Gilde-Zentrum eingeladen. Auch die Arbeitskreise nehmen ihre Diskussionen auf.

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