Heimatbund kritisiert neue Schilder an Kreisgrenzen

Kreis sieht Thema gelassen

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Das neue Schild. - © Foto: Gerstendorf-Welle
Das neue Schild. (© Foto: Gerstendorf-Welle)

Kreis Lippe (mah). Nationalpark Ja oder Nein, von Schließung bedrohte Schulen, Ärger um nicht gebaute Umgehungsstraßen: Jetzt bewegt Lippe ein weiteres Thema. Beim Lippischen Heimatbund stoßen die neuen Schilder an den Kreisgrenzen auf wenig Gegenliebe.
60 schmucke Tafeln zieren in Lockhausen, Wüsten oder Schlangen seit einigen Tagen die Straßenränder. Der Hermann ist drauf zu sehen, die lippische Rose und der Hinweis auf die Radio-Lippe-Frequenzen.

Heimatbund-Geschäftsführer Burkhard Meier kritisiert: Die Rose sei völlig zusammengeschrumpft und der Schriftzug undeutlich. Für den in kleinen Lettern aufgedruckten Schriftzug "land des hermann/teutoburger wald" plus Radiohinweis sei das Schild überdies zu klein. Und: "Beim Vorbeifahren erkennt man als Eingeweihter fast nichts, geschweige denn als Außenstehender", hat Meier festgestellt. Seine positiven Heimatgefühle würden seitdem "deutlich getrübt", kehre er von Reisen in die Ferne nach Lippe zurück.

Im Namen des Heimatbundes, der größten lippischen Bürgerinitiative, wünsche er die Rückkehr zu alten Schildern, die gewählte Lösung sei "völlig unpraktikabel", die alten Abzeichen müssten wieder her.
Deutlich entspannter als Meier sieht das Günter Weigel von der Lippe Tourismus und Marketing (LTM) GmbH. "Die alten Schilder waren verrottet, wir haben mit dem Eigenbetrieb Straßen überlegt, was auf die neuen kommt", sagte er am Mittwoch.

Wichtig sei unter anderem gewesen, die Marke "land des hermann" unterzubringen. Die LTM habe gemeinsam mit Landrat Friedel Heuwinkel unter mehreren von einer Agentur vorgelegten Entwürfen diesen ausgewählt. Im übrigen blühe die Rose in ebenso stattlicher Größe wie auf den ausgemusterten Schildern, fügte Weigel hinzu.

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