Detmolder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Heuwinkel

Pressestelle des Kreises äußert sich zu Vorwürfen

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Ermittlungen

gegen Heuwinkel - © Lippe
Ermittlungen
gegen Heuwinkel (© Lippe)

Kreis Lippe (seh). Der Streit um einen Nationalpark im Teutoburger Wald geht weiter: Die Detmolder Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Lippes Landrat Friedel Heuwinkel. Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt und Behördenleiter Dr. Günter Braun auf Anfrage von LZ.de.

Demnach habe ein Detmolder Anwalt Strafanzeige gegen Friedel Heuwinkel erstattet. Darin wirft der Detmolder dem Landrat die Veruntreuung von öffentlichen Geldern bei der Nationalpark-Werbung vor. Der Anwalt bezieht sich auf Zeitungsanzeigen des Kreises Lippe in denen Werbung für den umstrittenen Nationalpark gemacht wurde. Der Erstatter der Anzeige sieht dies als Verschwendung von Steuergeldern an, weil keine umfassende Information der Bürger erfolgt sei.

Eine Sprecherin des Kreises Lippe wollte die Vorwürfe noch nicht kommentieren. Der Landrat will sich offenbar im Laufe des Tages zu den Vorwürfen äußern.

Friedel Heuwinkel

Nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Christopher Imig ist die Anzeige vergangene Woche eingegangen. "Jetzt werden wir uns den Fall genau angucken und die Fakten bewerten. Wenn die Ermittlungen ergeben, dass die Sache strafrechtlich relevant ist, dann wird dem Landrat Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äußern", erklärt Imig den Verlauf.

Sollte die Staatsanwaltschaft feststellen, dass an dem Fall nichts dran ist, werde der Fall eingestellt. Imig rechnet mit einem Ergebnis des Verfahrens noch im März.

Update: Landrat Friedel Heuwinkel indes weist jede Anschludigung von sich. "Der Kreis Lippe hat keine Werbung gemacht, sondern lediglich, wie es auch seine Pflicht ist, die Bürger umfassend informiert", ließ er über die Pressestelle wissen. Man werde die weiteren Ermittlungen abwarten.

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