Trio soll 1,3 Millionen ergaunert haben

Steuer mehrfach kassiert

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Detmold (sew). Drei Männer müssen sich nun vor dem Landgericht wegen Betruges verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, 1,3 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben.

Das Trio soll ein so genanntes "Mehrwertsteuer-Karussell" aufgezogen haben. Baumaschinen und Bagger sollen im Ausland gekauft, importiert und über eine Scheinfirma wieder weiterverkauft worden sein. Das Finanzamt hatte die Mehrwertsteuer auf Grundlage der fingierten Rechnungen ausgezahlt.

Aufgefallen ist der Handel, als einer der Angeklagten, der Geschäftsführer der Detmolder Firma, seinen Nachbarn um einen Gefallen gebeten hatte. Er sollte größere Beträge per Online-Banking nach Frankreich überweisen, was aber einem Angestellten der Blomberger Stadtsparkasse auffiel. "Er meldete den Verdacht auf Geldwäsche und brachte damit den Stein ins Rollen", erklärte Richter Michael Reineke auf Nachfrage.

Der Vorgang sei außerordentlich komplex. Das Gericht hörte diverse Zeugen. Der 72-jährige Maurermeister, dem vorgeworfen wird, die falschen Rechnungen in seiner Firma ausgestellt zu haben, leugnete, von dem Betrug gewusst zu haben. Die beiden Mitangeklagten, ein 43-Jähriger und ein 63-Jähriger, die das "Mehrwertsteuer-Karussell" mit der Detmold GmbH aufgezogen haben sollen, schwiegen. Die Verhandlung wird am Freitag, 2. März, um 11 Uhr fortgesetzt.

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