Leiharbeiter bekommen Zuschläge

IG Metall: Neue Verträge nicht unterschreiben

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Kreis Lippe. Leiharbeiter in der Metall- und Elektroindustrie bekommen ab Februar mehr Geld. Wie die Gewerkschaft mitteilt, greift dann die zweite Stufe des Branchenzuschlags in Höhe von 20 Prozent, den die IG Metall mit den Arbeitgeberverbänden IGZ und BAP im Frühsommer 2012 vereinbart hatte.

Der Lohnzuschlag macht sich bemerkbar: Für einen Beschäftigten in der Entgeltgruppe 1 bedeute dies bereits 249 Euro brutto monatlich mehr, für einen Facharbeiter in der Entgeltgruppe 4 sogar 327,99 Euro brutto. Maßgeblich für den Branchenzuschlag ist die Zeit in dem Betrieb, in dem der Leiharbeiter eingesetzt wird, schreibt die Gewerkschaft. Das gelte auch, wenn sich das Leiharbeitsunternehmen ändert, aber der Betrieb, in dem der Leiharbeiter eingesetzt wird, der gleiche bleibt.

"Aufgrund des Tarifvertrags ,Branchenzuschlag‘ braucht kein Arbeitsvertrag verändert zu werden", so Svend Newger von der IG Metall Detmold. Nach dem Kenntnisstand der IG Metall seien viele Beschäftigte unter Druck gesetzt worden, wenn sie einen neuen Arbeitsvertrag nicht unterschreiben wollten. "Dies ist unzulässig. Niemand ist verpflichtet, einen neuen Vertrag zu unterschreiben. In der Regel sind damit Nachteile für den Arbeitnehmer verbunden", so Newger.

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