Staatsanwalt ermittelt nach Unfall in Augustdorfer Sporthalle

Tor fiel Elfjährigem bei Fußballturnier auf den Kopf

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Kreis Lippe (mah). Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Unfalls in der Augustdorfer Sporthalle eingeleitet. Sie will herausfinden, wie es zu dem Unglück kam, bei dem ein Elfjähriger schwer verletzt worden war.

Wie berichtet, war dem Jungen beim Spielen im Nebenraum der Halle ein Tor auf den Kopf gefallen. Er hatte sich während der D-Jugend-Kreismeisterschaften dort aufgehalten. Staatsanwalt Ralf Vetter sagte, die Behörde werde nun von Amts wegen aktiv: "Es gilt beispielsweise zu ermitteln, ob alle Vorschriften beachtet wurden." Die Polizei werde Verantwortliche der Vereine und der Gemeinde befragen.

"Wir haben getan, was zu tun ist", sagte unterdessen Udo Wille, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses beim Fußball- und Leichtathletikkreis Detmold. Er hatte per Brief an die Vereine appelliert, noch mehr als ohnehin schon auf die Spieler zu achten. Wille mahnte zur Sachlichkeit: "Unsere Trainer und Betreuer können nicht noch mehr leisten. Wir haben es mit Kindern zu tun, und Unfälle sind nie ganz zu verhindern."

Augustdorfs Bürgermeister Dr. Andreas Wulf sagte gestern, er warte die Ermittlungen ab. Bereits kurz nach dem Unfall hatte er daran erinnert, dass jeder Sportler sich vergewissern müsse, ob die Halle für die gewünschte Nutzung geeignet sei. Der Nebenraum sei in keinem Fall für Ballspiele zugelassen.

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