Chefdirigent des Detmolder Landestheaters bleibt bis 2021 am Pult

Barbara Luetgebrune

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Bleibt am Landestheater: Lutz Rademacher (Mitte), hier mit Kay Metzger (links) und Dr. Axel Lehmann. - © Barbara Luetgebrune
Bleibt am Landestheater: Lutz Rademacher (Mitte), hier mit Kay Metzger (links) und Dr. Axel Lehmann. (© Barbara Luetgebrune)

Detmold. Lutz Rademacher bleibt bis zur Spielzeit 2020/2021 Generalmusikdirektor des Landestheaters. Die Theater-Geschäftsführung hat Rademachers Vertrag soeben um drei Spielzeiten verlängert.

Der Vertrag Rademachers, der seit der Spielzeit 2013/14 Generalmusikdirektor (GMD) in Detmold ist, war bislang bis zum Sommer 2018 befristet. Er leiste künstlerisch hervorragende Arbeit, und das Orchester habe sich unter seiner Leitung sehr gut entwickelt, lobte Intendant Kay Metzger das Wirken Rademachers.

„Er hat sich, nachdem er das Amt angetreten hatte, seiner Aufgabe außerdem sehr schnell und sehr kompetent gewidmet. Für mich stellt Lutz Rademacher eine große Hilfe dar", sagte Metzger. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Axel Lehmann würdigte die Leistungen Rademachers. Der Generalmusikdirektor selbst sagte, er freue sich darauf, weiter an der Qualität und der stilistischen Bandbreite des Symphonischen Orchesters des Landestheaters arbeiten zu können.

Er hat in Detmold die Konzertreihe „Akkordverdächtig" ins Leben gerufen und dafür gesorgt, dass das Ensemble nicht ausschließlich im Orchestergraben – als für ihn wichtige Einstudierungen nannte der GMD hier George Benjamins „Written on Skin" sowie Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg" –, sondern auch auf dem Konzertpodium in Erscheinung tritt.

Dieses Ziel will er auch künftig verfolgen. Rademacher: „Ich möchte Kooperationen ausbauen und das Orchester weiter in der Region verankern. Ich möchte aber auch zeigen, dass wir kein reines Opernorchester sind, sondern das Orchester der Stadt Detmold, das selbstverständlich auch Konzerte gibt."

Noch vier Kandidaten für Metzger-Nachfolge

Vor dem Hintergrund des anstehenden Intendantenwechsels – Metzger geht zur Spielzeit 2017/18 als Intendant ans Theater Ulm – sei es den Verantwortlichen zudem darum gegangen, durch die Vertragsverlängerung eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten, sagte Lehmann.

„Wenn man einen langjährigen Intendanten gehen lassen muss, ist es sinnvoll, eine weitere wichtige Führungsposition stabil zu halten." Dies gelte insbesondere mit Blick auf die Position des Detmolder Hauses auf dem Abstechermarkt, auf dem die Sparte des Musiktheaters eine bedeutende Rolle spielt.

Die Suche nach einem neuen Intendanten für das Detmolder Landestheater liege derweil im Zeitplan, berichtete Lehmann darüber hinaus. Eine erste Runde, in der sich Bewerber der eigens gegründeten Findungskommission vorgestellt haben, sei bereits gelaufen. Ein zweiter Durchgang mit vier verbleibenden Kandidaten sei für Anfang Mai geplant.

Insgesamt hatten rund 50 Kandidaten ihre Bewerbungen für die Metzger-Nachfolge beim Landestheater abgegeben. Die Verantwortlichen hoffen, den neuen Intendanten noch in der aktuellen Spielzeit vorstellen zu können.

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