Musikeditionspreis für Joachim Veit

Barbara Luetgebrune

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Ausgezeichnet: Prof. Dr. Joachim Veit (2. v.r.). - © hfm Detmold
Ausgezeichnet: Prof. Dr. Joachim Veit (2. v.r.). (© hfm Detmold)

Detmold. Der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Veit, der am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn unter anderem die Editionsleitung der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe innehat, ist am Freitag als einer von neun weiteren Anwärtern mit dem Deutschen Musikeditionspreis ausgezeichnet worden. Dieser wurde ihm auf der Frankfurter Musikmesse überreicht.

Veit und seine Mitarbeiter erhielten den Preis für die 2017 beim Schott-Verlag veröffentlichte Edition der Oper „Der Freischütz", den sie innerhalb der Weber-Gesamtausgabe betreut hatten. Es handelt sich um die erste wissenschaftlich-kritische Gesamtausgabe des berühmten Werkes. „Alle seit 1849 erschienenen Partiturausgaben berufen sich zwar auf Webers Autograph, gehen aber letztlich alle auf die sehr defizitäre Erstausgabe von Friedrich Wilhelm Jähns zurück. Für die neueste Edition des Freischützes wurden neben dem Original-Autographen auch alle acht autorisierten Abschriften herangezogen. Entstanden ist ein Notentext, der in allen Details an den autorisierten Quellen überprüft wurde", so die Hochschule.

„Innovativ ist der Band nicht nur deshalb, weil er die neuesten Debatten der Musikphilologie mit einbezieht, sondern auch, weil er mit dem Projekt Freischütz Digital flankiert wird", lautet das Votum der Jury. Mit dem Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition" würdigt der Deutsche Musikverleger-Verband seit 1991 die editorische Leistung deutscher Musikverleger.

Veit promovierte bereits 1988 mit Studien zum Frühwerk des Komponisten Carl Maria von Weber. Im Anschluss daran arbeitete er innerhalb des DFG-Projektes „Gesamtausgabe der Briefe Carl Maria von Webers", was später in der Editionsleitung der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe gipfelte. Von 2013 bis 2015 koordinierte Veit das BMBF-Verbundprojekt „Freischütz Digital".

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