"Shademakers" verwandeln den Hangar 21 in eine "Fear Factory"

Düstere Atmosphäre in der Fabrik der Furcht kommt bei Besuchern sehr gut an

Torben Gocke

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Die Shademakers arbeiten eng am Publikum - © Torben Gocke
Die Shademakers arbeiten eng am Publikum (© Torben Gocke)

Detmold. Sie sind bekannt für prachtvolle Kostüme, sie beherrschen aber auch das düstere Fach. Das haben die Shademakers am Wochenende in ihrer „Fear Factory" im Hangar 21 gezeigt.

Panik brach nicht aus unter den gut 100 Zuschauern des Programms der „Fear Factory". So authentisch oder gar grausam schrecklich kamen die Künstler nun nicht daher. Der kräftige Beifall war aber Beleg genug dafür, dass die Shademakers die Erwartungen ihrer Gäste erfüllt haben.

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Nach nicht ganz zwei Stunden Programm in düsterer Atmosphäre zeigte sich die Menge erfreut über das, was sie zuvor sehen oder stellenweise nur erahnen konnte. Denn zur Inszenierung der „Fear Factory" hatten die Macher des Abends aus gutem Grund bei der Beleuchtung des Hangars gespart – dunkel und schemenhaft gingen sie zu Werke.

In welche Richtung sich das Erlebnis entwickeln sollte, duften die Gäste bereits vor dem Betreten des Hangar 21 erahnen, denn hier wiesen ihnen kleine Kreuze samt Friedhofskerzen den Weg vom noch hell erleuchteten Parkplatz hinunter in die schummerige Umgebung des Gebäudes.

Fotostrecke: Künstlergruppe Shademakers im Hangar 21

Dort angelangt, erwartete die Besucher dann zunächst ein vergleichsweise freundlich-gesitteter Empfang. Im Foyer des Gebäudes, zwischen Garderobe und den riesigen weißen Raumteilern aus Papier sammelte sich die Gruppe, bis die Shademakers schließlich das offizielle Startsignal gaben – mit einer kleinen Sicherheitseinweisung für die kommenden beiden Abschnitte der Performance.

Im ersten Teil des Programms bewegten sich die Zuschauer nach Lust und Laune durch ein Sammelsurium von Installationen, die der „Fear Factory" den richtigen Rahmen geben sollten. In der schummerigen Umgebung waren etwa Skelette in allerlei abstrakten oder entrückten Formen zu sehen, es gab klangliche Untermalung ebenso wie visuelle Projektionen oder Erlebnisse zum Mitmachen und Ausprobieren.

Im zweiten Teil baten die Shademakers ihre Gäste in die kleine Arena in der Mitte des Hangars. Im Kreis sitzend, den Blick nach außen gerichtet, hatten die Zuschauer hier beste Sicht, um die aufwendigen Kostüme und Akteure der Gruppe in voller Aktion zu erleben.

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