Christlicher Schulverein plant Lehrbetrieb an neuer Grundschule ab Sommer

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro

Wolfgang Becker

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Es gibt viel zu tun: Ewald Will, Andreas Goss, Bauleiter Maurermeister Daniel Krein, Juri Weiss, Helmut Weiß, Viacheslav Harbachevski und Paul Block (von links) von der Bauabteilung des Christlichen Schulvereins Lippe sind dabei, die ehemalige Fabrik in Ehlenbruch in eine Grundschule umzubauen. - © Wolfgang Becker
Es gibt viel zu tun: Ewald Will, Andreas Goss, Bauleiter Maurermeister Daniel Krein, Juri Weiss, Helmut Weiß, Viacheslav Harbachevski und Paul Block (von links) von der Bauabteilung des Christlichen Schulvereins Lippe sind dabei, die ehemalige Fabrik in Ehlenbruch in eine Grundschule umzubauen. (© Wolfgang Becker)

Lage-Ehlenbruch. Auf Hochtouren laufen die Umbauarbeiten der ehemaligen Fabrik Echterhölter in eine Grundschule. Der Christliche Schulverein Lippe will mit Beginn des neuen Schuljahres mit dem Lehrbetrieb für zunächst rund 40 Kinder in zwei Klassen starten.

„Wir haben plangemäß mit dem Umbau der Firmenräume begonnen", berichtet auf Anfrage der zukünftige Rektor der Bildungseinrichtung, Arnold Driediger. Die Anmeldungen seien über die August-Hermann-Francke-Schule in Lemgo gelaufen und bereits abgeschlossen. Erwartungsgemäß lagen deutlich mehr Anmeldungen vor als Plätze vorhanden sind. „Erst einmal fangen wir hier in Ehlenbruch am 24. August klein an, und zwar zweizügig", so der Schulleiter weiter. Später einmal, wenn alle Bauarbeiten sukzessive beendet sein werden, sollen an der Ehlenbrucher Straße 180 bis 200 Jungen und Mädchen unterrichtet werden. Aber auch dabei handelt es sich lediglich um eine Zwischenlösung.

Peter Dück, der Geschäftsführer des Christlichen Schulvereins Lippe, hatte bei einem Termin mit der LZ darauf hingewiesen, dass in Lage in den nächsten fünf Jahren weitere große Bauprojekte anstehen. Unter anderem sind an geeigneter anderer Stelle der Neubau einer Grundschule und einer weiterführenden Schule geplant. Das Lehrer-Kollegium für die Ehlenbrucher Grundschule stehe bereits fest, bestätigt Rektor Arnold Driediger. Eine Kraft sei neu eingestellt worden, ansonsten würden andere erfahrene Lehrer der Francke-Schulen aus Lemgo und Detmold den Unterricht in Ehlenbruch sicherstellen.

Info-Veranstaltung für Eltern im April

Im nächsten Monat sei eine Informationsveranstaltung für die Eltern der künftigen i-Männchen geplant. „Dabei teilen wir den Erziehungsberechtigten mit, wie das alles nach Sommerferien hier so laufen wird." Vorgestellt würden dabei die Baupläne mit den verschiedenen Klassenräumen und auch die bestehenden Busverbindungen. Die neue Schule liegt verkehrsgünstig an einer gut ausgebauten Durchgangsstraße und ist vor allem für die Westlipper schnell erreichbar. Ein „Tag der offenen Tür" sei, so der Rektor, erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Denn noch gebe es bis zur Eröffnung etliche Arbeiten zu erledigen.

Die gesamte Hülle der ehemaligen Fabrik für Toiletten-Artikel werde nach den Worten von Architekt Stefan Brand aus Lemgo neu entstehen. „Alles wird auf Basis der Erfordernisse von Brand- und Wärmeschutz umgebaut", hatte der Architekt bei einem Besichtigungstermin erklärt. Jeder Klassenraum verfüge über zwei Türen. Wenn nach einigen Jahren ein neuer zukunftsfähiger Standort für die Grundschule gefunden worden sei, könnten die Räume durch Einziehen einer Trennwand in Büros für eine kommerzielle Nutzung umfunktioniert werden.

„Im Moment sind wir dabei, Stahlträger einzuziehen, um die Stabilität zu erhöhen", sagt Bauleiter Daniel Krein, der zusammen mit dem Besitzer der Immobilie, Artur Ziebart, und Architekt Stefan Brand für den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zuständig ist. In den nächsten Wochen erhalte der Komplex ein komplett neues Dach. Danach erfolge der Einbau der Elektro- und Sanitärinstallationen. Insgesamt belaufen sich die Baukosten für die private Grundschule auf rund 1,5 Millionen Euro.

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