Politiker-Lob für die neuen Rathaus-Pläne

Im Juni erfolgt Baustart für das knapp 14 Millionen Euro Projekt

Wolfgang Becker

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Lage. Das neue City-Center. Zu sehen ist der Blick vom Parkplatz auf das geplante Rathaus. - © List-Bau
Lage. Das neue City-Center. Zu sehen ist der Blick vom Parkplatz auf das geplante Rathaus. (© List-Bau)

Lage. Die Sprecher aller im Rat vertretenen Parteien ergehen sich in Superlativen. „Wir haben ein Jahrhundert-Projekt beschlossen", so die einhellige Meinung der Fraktionsvorsitzenden, nachdem zuvor in nichtöffentlicher Sitzung der Rat einstimmig dem neuen City-Center sein Plazet gegeben hatte.

Im Juni bereits sollen die Arbeiten für das knapp 14 Millionen teure Vorhaben beginnen. Ende 2017 soll das neue Rathaus vollendet sein. Alle Fachbereiche werden in dem Neubau zu finden sei, in den vorderen, zum Marktplatz liegenden renovierten Altbau ziehen „Bonita", „Café „Fellmer" und die Stadtbücherei. Auch ein Arzt und eventuell der schulpsychologische Dienst des Kreises Lippe würden dort noch untergebracht, ergänzte Bürgermeister Christian Liebrecht am Freitag.

Abends zuvor hatte er in der Ratssitzung angeregt, einen neuen Namen für das Projekt zu ersinnen. Statt des sperrigen Titels „Revitalisierung" sollte ein passenderer gefunden werden. „Der 17. März ist ein ganz besonderer Tag für Lage. Was lange währt, wird heute endlich gut", sagte Liebrecht, der den Politikern für ihre Standhaftigkeit bei der Debatte über den Neubau dankte. Er freue sich jetzt auf eine ereignisreiche, anderthalb Jahre dauernde Bauphase.

Künftig von Lages „Neuer Mitte" zu sprechen, schlug SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Hofste vor. Er erinnerte an die Rückschläge beim Versuch, Lages City attraktiver zu gestalten. Nun sei aber „der große Wurf" erkennbar. Auch sei es gelungen, die Fassaden vom „Karbach-Haus" und ehemaligem „Hotel Freitag" für weitere Projekte zu erhalten.

Jürgen Rosenow von den Bündnisgrünen zeigte sich froh, dass die Ideen von seinem Parteifreund Hanns-Jürgen Hammesfahr in das Neubauprojekt einflössen. Seine Fraktion sei mit dem Ergebnis zufrieden. „Wenn wir es gut machen, kann davon eine Aufbruchstimmung für die ganze Stadt ausgehen", hob FDP-Chefin Martina Hannen hervor. Das Image einer „vor sich hin dümpelnden Stadt" werde verbessert. Seine Freude über den Beschluss betonte Heinz Walter von der BBL. Seine Fraktion sehe hier eine gute Chance zur Entwicklung Lages. Er hoffe, dass die Pläne auch der Bevölkerung gefallen, deren Reaktion man ja noch nicht kenne.

Uwe Pohl (CDU) meinte: „Lage lebt. Wir haben etwas gesehen, was uns gefällt und imponiert. Wir können stolz darauf sein, dass wir das einstimmig beschlossen haben." „Wir bitten die Bürger mitzuziehen", unterstrich Andreas Epp von „Aufbruch C". Die Bauphase werde nicht einfach. Freude auch bei Angelika Richter, Fraktionsvorsitzende der FWG: Der tolle Entwurf stelle die Stadt auf eine zukunftsfähige Ebene. Im übrigen habe sie bei ihrer ersten Kandidatur für den Rat 1999 schon gefordert: „Lage braucht ein Rathaus".

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