Verdi sucht Käufer für das Hansen-Haus

Wolfgang Becker

  • 0
Um die Gartenanlagen am Heinrich-Hansen-Haus in Hörste scheint sich niemand mehr zu kümmern. - © Wolfgang Becker
Um die Gartenanlagen am Heinrich-Hansen-Haus in Hörste scheint sich niemand mehr zu kümmern. (© Wolfgang Becker)

Lage-Hörste. Überall wuchert Unkraut, die Wiesen und Beete ringsum sind schon lange nicht mehr gepflegt worden – das Heinrich-Hansen-Haus macht einen verlassenen Eindruck, wenngleich im Eingangsbereich und auf der „Brücke" Licht brennt. Jemand muss wohl vergessen haben, es auszuschalten.

Nachdem der Betrieb in der früheren Verdi-Bildungsstätte zum Ende vergangenen Jahres eingestellt worden ist, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft den weitläufigen Komplex zum Verkauf angeboten. Ein als Treuhänder tätiger Rechtsanwalt kümmert sich um die nichtöffentliche Vermarktung der Immobilie. Ob es überhaupt Interesse von Käufern gibt, ließ sich gestern nicht in Erfahrung bringen.

Der zuständige Pressesprecher der Verdi-Vermögens- und Immobilienverwaltung in Berlin befindet sich zurzeit im Urlaub. „Wir kommentieren laufende Veräußerungsprozesse grundsätzlich nicht. Selbstverständlich kommen wir bis zur Veräußerung allen Eigentümerpflichten nach", hieß es gestern von einem seiner Vertreter.

Der ungepflegte Grüngürtel um das Heinrich-Hansen-Haus hatte BBL-Fraktionschef Heinz Walter auf den Plan gerufen. In einer Ratssitzung hatte er den Zustand beklagt und gefragt, ob die Stadt sich nicht für eine Verbesserung der Situation einsetzen könne. „Wir haben mittlerweile bei den Verdi-Leuten nachgefragt, aber keine Reaktion erhalten. Still ruht der See", antwortete der Bürgermeister im Rat.

Zunächst hatte sich auch die Stadt für einen Kauf des Gebäudes interessiert, konnte aber mit den Eigentümern keine Einigung über den Kaufpreis erzielen. Das Heinrich-Hansen-Haus war für die Unterbringung von Flüchtlingen im Gespräch. Bekanntlich hat die Stadt jetzt Container für die zu erwartenden Asylsuchenden angeschafft.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!