Aufräumarbeiten nach Überschwemmung des Lagenser Marktplatzes

Wolfgang Becker

  • 0
Neuralgischer Punkt: Direkt am Eingang zum alten City-Center verlaufen Wasser-, Gas-, Elektro- und Datenleitungen. Am Montag war hier die blaue Wasser-Hauptleitung beschädigt worden. - © Wolfgang Becker
Neuralgischer Punkt: Direkt am Eingang zum alten City-Center verlaufen Wasser-, Gas-, Elektro- und Datenleitungen. Am Montag war hier die blaue Wasser-Hauptleitung beschädigt worden. (© Wolfgang Becker)

Lage. Einen Tag nach dem Rohrbruch, bei dem die Innenstadt teilweise überflutet wurde, sind Großreinemachen und Reparaturarbeiten angesagt. Die Stadtwerke hatten bereits am Montagabend gegen 22 Uhr den Schaden in der Hauptleitung behoben, so dass über 20 Haushalte rings um den Marktplatz wieder mit fließendem Wasser versorgt waren.

Wie berichtet, hatte eine vom Generalunternehmen List-Bau aus Bielefeld beauftragte Firma bei den Arbeiten zum Bau des neuen Rathauses einen Kabelschacht direkt vorm Eingang zum alten City-Center einseitig freigegraben. Der Schacht war daraufhin auf die Hauptwasserleitung gekippt und hatte diese zum Bersten gebracht. Für gut eine halbe Stunde ergossen sich daraufhin Tausende Kubikmeter Wasser über den Marktplatz und die untere Lange Straße. Erst als die Leitung an mehreren Stellen abgesperrt worden war, versiegte der Strom.

„Wir waren mit einem Saugwagen im Einsatz und haben das zerstörte Leitungsstück auf einer Länge von rund acht Metern ersetzt", erklärte Stadtwerke-Chef Arthur Diele. Um 22 Uhr seien die betroffenen Haushalte wieder am Netz gewesen. Auch die im Keller des Hauses „Grünwälder" von der Stadt gelagerten Akten aus der Bauverwaltung und der Stabsstelle Umwelt seien durch eingedrungenes Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden, sagte die Fachteam-Leiterin Gebäudemanagement, Petra Lesemann. List-Bau habe aber ein Unternehmen beauftragt, das auf die Trocknung spezialisiert sei. Diese Aktion laufe noch. Froh sei sie, dass es im Keller eine Pumpe gebe, die bei dem Wassereinbruch direkt angesprungen sei und einen größeren Schaden verhindert habe.

Wie hoch der insgesamt sei, lasse sich derzeit noch nicht sagen, unterstrich Laura Raasch, Pressesprecherin von List-Bau. Fest stehe aber: „Die Versicherung des Schadensverursachers, sprich: unseres mit den Kanalarbeiten beauftragten Unternehmers, kommt für die entstandenen Schäden auf," so Raasch.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2016
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.