Schäden an der Laufbahn im Carl-Heinz-Reiche-Stadion geben Rätsel auf

Ulrich Lambracht

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Umfangreiche Sanierung: Technischer Beigeordneter Thorsten Paulussen (links) und Bauleiter Uwe Friedrichsmeier zeigen ein Stück der demontierten Laufbahn. Rechts im Bild sind die Säcke zu sehen, in denen das frische Granulat lagert. - © Ulrich Lambracht
Umfangreiche Sanierung: Technischer Beigeordneter Thorsten Paulussen (links) und Bauleiter Uwe Friedrichsmeier zeigen ein Stück der demontierten Laufbahn. Rechts im Bild sind die Säcke zu sehen, in denen das frische Granulat lagert. (© Ulrich Lambracht)

Lage. Das Carl-Heinz-Reiche-Stadion am Werreanger war pünktlich zu den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften 2013 und dem 50. Jubiläum der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen mit einer neuen Tartanbahn ausgestattet worden. Nun muss die Anlage erneut aufwendig saniert werden.

„Es gab im letzten Jahr eine Menge Probleme“, berichtet Technischer Beigeordneter Thorsten Paulussen. An zahlreichen Stellen hätten sich Dellen gebildet, sei der Belag nicht mehr eben. Die Fachfirma mit Sitz in Kassel, die seinerzeit nach einem Ausschreibungsverfahren mit der Erstellung der Bahn beauftragt worden war, besserte die betroffenen Stellen aus. „Die haben das super gemacht, aber kurz darauf traten die Probleme erneut auf“, so Paulussen.

Gleich zwei Gutachter wurden damit beauftragt, der Ursache auf den Grund zu gehen – ohne Ergebnis. „Letztlich ist unklar, ob die verwendeten Materialien fehlerhaft waren, ob vielleicht nicht sachgemäß gearbeitet wurde oder ob noch ganz andere Einflüsse eine Rolle spielen“, so der Beigeordnete. Man habe sich jedenfalls entschlossen, die komplette Kunststoffschicht – etwa ein Drittel der Laufbahn und die Hochsprunganlage sind betroffen – abzutragen und das Granulat neu aufzubringen. Die Kosten belaufen sich auf rund 80.000 Euro, einen Teil übernimmt die Stadt, einen Teil die Fachfirma.

Zunächst wird das in großen Säcken gelieferte Kunststoffgranulat mit Klebstoff vermischt und dann in einer Stärke von gut 15 Millimetern aufgetragen. Dann erfolgt eine Spachtelung, werden die Poren verschlossen. Auf diese schwarze Tragschicht wird dann die etwa drei Millimeter starke Lauffläche aufgebracht.

„Es darf dabei nicht regnen, das würde die chemischen Prozesse stören“, weiß Uwe Friedrichsmeier vom Fachteam Straßen, Sportplätze, Friedhöfe. Dennoch ist er zuversichtlich, dass die Arbeiten bis Ende Mai abgeschlossen sein werden. „Farblich bleibt alles, wie es war“, erläutert Friedrichsmeier. „Rote Laufbahn, grüne Sprunganlage.“ Paulussen: „Die Sportler von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen sind uns dankbar für diese große Lösung.“

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