"Lotto-Büker" holt beim Lagenser Schützenfest den Hauptgewinn

Ulrich Lambracht

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Werbung für die Gilde: Bei ihren Rundmärschen durch die Stadt hatten die Schützen stets gute Laune im Gepäck. - © Ulrich Lambracht
Werbung für die Gilde: Bei ihren Rundmärschen durch die Stadt hatten die Schützen stets gute Laune im Gepäck. (© Ulrich Lambracht)

Lage. Die 3. Kompanie der Schützengilde der Stadt Lage von 1509 versinkt im Freudentaumel. Vor drei Wochen hatten die Mitglieder um Hauptmann Jens Grünert beim Gildenmeisterschießen das Double gefeiert, nun schoss sich Oberleutnant Michael Büker auf den Königsthron. An seiner Seite regiert Julia Grünert, Gattin des Hauptmanns und Gildenmeisterin 2013.

„Insgesamt 147 Schützen beteiligten sich am Königsschießen, 36 verbuchten eine Zwölf", bilanzierte Oberst-Vorsitzender Michael Krügermeyer-Kalthoff bei der samstäglichen Proklamation im Festzelt. „Dass es ausgerechnet mir als erfahrenem Offizier der Schießkommission passiert, eine Zwölf zu schießen, ist schon reichlich dämlich", schmunzelte der neue Regent, der die Nachfolge von Bernd I. Marchlowitz antritt. Den bezeichnete der Oberst als einen Mann der klaren Worte.

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Gemeinsam mit seiner Königin Sabrina I. Schröder habe Marchlowitz „die Gilde gerockt". Krügermeyer-Kalthoff: „Die Kompanien waren von diesem Thron begeistert." Gemeinsam mit den Thronpaaren Jens Grünert und Karin Büker, Harald Grote und Bettina Warweg-Tschritter, Dirk Tschritter und Iris Grote, Gerald Korths und Johanna Baumgardt sowie Carsten Baumgardt und Katharina Lohse werden auch Michael I. und Julia I. für viel frischen Wind in der Gilde sorgen, ist sich der Vorstand sicher.

„Eine gesunde Mischung aus sehr erfahrenen Mitgliedern und Neulingen, das passt sehr gut", betonte Bürgermeister Christian Liebrecht beim Empfang im historischen Rathaussaal, dem der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt folgte.

Auf der auf dem Marktplatz aufgebauten Bühne stellte Thronoffizier Björn Cruel den neuen Thron namentlich vor. Unter dem Applaus des Publikums schritten Majestäten und Throngefolge die Front des Bataillons ab, bestiegen die Kutschen und absolvierten gemeinsam mit Bataillon und Kapellen einen ersten Rundmarsch durch die Stadt, dem am Sonntagnachmittag ein zweiter folgen sollte.

Die Morgenfeier eröffnete der Oberst-Vorsitzende diesmal am Samstag um 9 Uhr, also zwei Stunden später als bislang üblich, was manchem Schützen etwas mehr Schlaf beschert haben mochte. Pfarrer Ernst-August Pohl appellierte in seiner Andacht an Schützen und Publikum „im Angesicht des Nächsten ein Geschöpf Gottes zu sehen".

„Die Welt ist bunt und vielfältig wie die gesamte Schöpfung Gottes", so der Pfarrer. Vieles habe sich seit dem vergangenen Schützenfest, gefeiert im Jahre 2015, verändert", blickte Michael Krügermeyer-Kalthoff zurück. „Viele Menschen sind verunsichert, sind besorgt oder haben Angst, denn die Balance in der Politik, wie wir sie kannten, scheint ins Wanken zu kommen." Der Oberst: „Was für uns seit 77 Jahren selbstverständlich ist, muss jedem vergönnt sein: in Frieden zu leben. Dann muss niemand mehr fliehen."

Die bisherige Gildenmeisterin Maike Haase musste sich nun von ihrer Kette trennen. Aber auch Nachfolgerin Nicole Zimmermann steht das Geschmeide prächtig.

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Gilde-Orden verliehen

Verdiente Schützen und Offiziere zeichnete Oberst Michael Krügermeyer-Kalthoff während der Morgenfeier mit dem Gilde-Orden aus. Über den Orden in Bronze dürfen sich die Schützen Hans-Leopold Altrogge, Jens Kochsiek. Dirk Hüls, Stefan Kükenshöner, Dr. Michael Wilz, Carsten Buchhardt, Karl-Dieter Ness, Sascha Zimmermann, Frank Schnur und Michael Schmidt, die Schützinnen Laura Schüring und Marina Tschritter, die Leutnante Jan Pambor und Björn Cruel sowie die Oberleutnante Uli Stoppok und August-Wilhelm „Auwi" Bentmann freuen.

Schütze Sigi Stoppok, die Oberleutnante Klaus-Dieter Graf, Ralf Nüter und Jörg Hirschfeld sowie Hauptmann Jens Grünert erhielten den Orden in Silber. Schütze Uwe Jakobskrüger wurde in Abwesenheit der Gilde-Orden in Gold verliehen.

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