Dubiose Händler sammeln Altkleider für ihren Profit

Das Geschäft mit abgelegten Sachen blüht

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Heinrich Redeker wohnt in Hörste und hat wie viele andere in dem Ortsteil einen Eimer vor der Tür gefunden. Ein Textilhändler aus Duisburg bittet um abgelegte Kleidung. - © Foto: Sewing-Nepper
Heinrich Redeker wohnt in Hörste und hat wie viele andere in dem Ortsteil einen Eimer vor der Tür gefunden. Ein Textilhändler aus Duisburg bittet um abgelegte Kleidung. (© Foto: Sewing-Nepper)

Lage-Hörste (sc). Über Nacht stehen sie plötzlich vor der Haustür: Wäschekörbe oder Eimer, um Kleiderspenden für Bedürftige wird gebeten.

Verbraucher zweifeln, ob tatsächlich ein karitativer Zweck verfolgt wird. Zu Recht, doch es gibt auch Ausnahmen. Verbraucherschützer sprechen von 99,9 Prozent dubioser Händler, die nur auf ihren Profit aus sind.

Im gesamten Kreis Lippe, so auch in Lage, wurde jüngst für ein Nepal-Schulprojekt gesammelt. Eine gewerbliche Sammlung der Firma Grotex, Textilhändler aus Duisburg.

Geschäftsführer Tomasz Gromowski gehört zu den wenigen Ausnahmen, die Hilfsprojekte, in diesem Fall in Nepal, tatsächlich unterstützen.

"Wir erhalten jeden Monat eine sehr großzügige Spende von der Firma Grotex", bestätigt Astrid Vöhringer als Projektverantwortliche von dem Schulprojekt "Zukunft für Kinder".

Sie habe Gromowski bereits persönlich kennen gelernt und gibt zu, am Anfang auch unsicher gewesen zu sein, ob es sich um ein seriöses Unternehmen handele. "Mittlerweile konnten wir ein Wasserprojekt fertig stellen, wir haben über 1000 Bäume gepflanzt und als nächstes planen wir ein Hospiz für alte Leute", freut sich Vöhringer über den Geldsegen.

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