Josef Peitz ist neuer Leiter des Heinrich-Hansen-Hauses

Holger Menze übergibt den Schlüssel an seinen Nachfolger

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Holger Menze (rechts) hat sich von seinem Nachfolger Josef Peitz verabschiedet. - © Foto: Becker
Holger Menze (rechts) hat sich von seinem Nachfolger Josef Peitz verabschiedet. (© Foto: Becker)

Lage-Hörste (be). Im Institut für Arbeitnehmerbildung Heinrich-Hansen-Haus ist eine Ära zu Ende gegangen. Der langjährige Leiter Holger Menze (64) verabschiedete sich in den Ruhestand. Endgültig. Sein Nachfolger ist der 58-jährige Josef Peitz.

1992 wechselte Holger Menze vom Luftkurort, wo er seit 1977 tätig war, nach Hannover, um dort den Vorsitz des Landesbezirks Niedersachsen der IG Medien zu übernehmen. Ab 2001 war er dann in der Verdi-Zentrale in Berlin für die Bereiche Erwerbslose und Migration zuständig. 2007 ging er in die Altersteilzeit, um zwei Jahre später reaktiviert zu werden.

Das Institut für Bildung, Medien und Kunst im Luftkurort war in wirtschaftliche Schieflage geraten, die Stelle des Leiters vakant. Franz Kersjes, einstiger NRW-Landesvorsitzender der Industriegewerkschaft Druck und Papier und der IG Medien, persönlich bat Menze, die Leitung des Hauses in Hörste ein weiteres Mal zu übernehmen. "Ich war anfangs nicht gerade begeistert, denn ich war ja schon einige Jahre ‘raus", erinnert er sich. Schließlich wurde er ins aktive Berufsleben "zurück delegiert".

Unter seiner Führung erlebte die Bildungseinrichtung eine Renaissance. Die Belegungszahlen kletterten von 46 auf 56 Prozent, das Haus wurde innerlich und äußerlich renoviert und modernisiert. Verschiedene Zertifizierungen auf dem Gebiet der beruflichen Weiterbildung und des Tourismus-Marketings sind ein weiteres Zeichen dafür, dass die 1954 gegründete Bildungsstätte zu alter Stärke zurückgefunden hat. "Jetzt ist meine Mission beendet", sagt der gebürtige Bremerhavener, der zurück ins geliebte Pankow zieht. Er verabschiedete sich bei einer kleinen Feier von Weggefährten - mit Live-Musik von Künstlern seiner Berliner Wahlheimat.

Nachfolger Josef Peitz wohnt auch in der Hauptstadt. "Vielleicht ziehe ich irgendwann hierher. In Hörste kann man gut leben", sagt der neue Chef, der sich gegen fünf Mitbewerber durchsetzte. Für die Zukunft schwebt ihm eine Reanimierung der "Hörster Kulturtage" und der "Hörster Gespräche" vor.

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