SPD-Bundestagsabgeordneter Dirk Becker referiert im Bürgerhaus

Mehrbelastungen durch die Energiewende gerecht verteilen

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Dirk Becker und Stadtverbands-Chefin Marianne Rautenberg. - © Foto: Schneider
Dirk Becker und Stadtverbands-Chefin Marianne Rautenberg. (© Foto: Schneider)

Lage (tos). Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Becker hat eine konsequente Fortsetzung der Energiewende in Deutschland gefordert. Trotz einiger Fehlentwicklungen sei die Umstellung auf erneuerbare Energien "der richtige Weg", erklärte der stellvertretende energiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion am Sonntagvormittag im Bürgerhaus.

Der Politiker referierte dort auf Einladung des SPD-Stadtverbandes zum Thema "Energiewende: Sicher, sauber, sozial?" In seinem Vortrag zeigte er auf, wie die Umstellung vorangetrieben werden kann, ohne dass die Verbraucher von steigenden Strom- und Heizkosten erdrückt werden.

Die billigste Energie sei jene, die man erst gar nicht verbrau-che, riet Becker zum bewussten Verbrauch. "Einsparungen und Effizienzsteigerungen sind der Schlüssel." Die Politik sollte hier Hilfestellung bieten, indem sie zum Beispiel für mehr Beratungsangebote sorge oder Verbraucher darüber informiere, wie sie zu günstigeren Energieversorgern wechseln können, regte er an. Auch die Sozialgesetzgebung müsse vor dem Hintergrund steigender Kosten angepasst werden, etwa bei den Regelsätzen.

Gleichzeitig betonte Becker, dass der Ausbau von natürlichen Ressourcen wie Sonne oder Windkraft nicht ohne Mehrkosten möglich sei. Aber auch ohne Energiewende würden die Preise weiter steigen - besonders bei Heizöl und Benzin. Die Politik könne daran aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht viel ändern, höchstens an den Steuern. Wichtig sei es, die im Zuge der Energiewende entstehenden Mehrbelastungen gerecht zu verteilen: "Dann steigt auch die Akzeptanz in der Bevölkerung."

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