Lemgoer holt bei „Jugend forscht“ ersten Platz

Lüpke ist jetzt NRW-weit am Zug

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Jugend forscht 2015, Regionalwettbewerb in der Sparkasse Herford,  Fabian Lüpke (18), Marianne-Weber-Gymnasium
Jugend forscht 2015, Regionalwettbewerb in der Sparkasse Herford,  Fabian Lüpke (18), Marianne-Weber-Gymnasium

Lemgo/Herford. Der Traum eines Modelleisenbahnfans: Fabian Lüpke vom Marianne-Weber Gymnasium (MWG) Lemgo hat ein Programm entwickelt, dass die Lokomotiven per Smartphone fahren lässt - und das unabhängig vom Hersteller.
Damit belegte der 18-Jährige den ersten Platz in der Kategorie „Technik“ beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und darf sich Ende März mit Schülern aus ganz NRW in Leverkusen messen.
Anderthalb Jahre hatte es gedauert, bis Lüpkes Projekt so ausgereift war, dass er es vorstellen konnte. Als er eine Modelleisenbahn geschenkt bekommen hatte, wollte der Schüler damit arbeiten, etwas Neues schaffen. Und das hat er: Er entwickelte die Soft- und die Hardware. Per Internet kann er die Züge steuern und Weichen stellen. Dafür gewann er auch den Sonderpreis des Rotary-Clubs Herford-Widukind.
130 Schüler mit 67 Projekten hatten sich im Schalterraum der Herforder Sparkasse dem Urteil einer 22-köpfigen Fachjury aus Lehrern, Professoren und Vertretern aus Wirtschaft und Industrie gestellt. Sie gingen am Morgen in Zweier- und Dreiergruppen von Tisch zu Tisch, hörten den Nachwuchsforschern zu, machten Notizen, stellten kritische Fragen. 
Am Nachmittag war das Foyer für Besucher geöffnet. Hunderte ließen sich die Experimente zeigen und manchmal gab es sogar Gelegenheit zum Mitmachen und Ausprobieren. Die Erstplatzierten haben sich für den Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ in Leverkusen und von „Schüler experimentieren“ in Essen qualifiziert.
Wettbewerbsleiterin Gudrun Meya war beeindruckt: „Wir können stolz sein, so viele engagierte junge Forscher in der Region zu haben.“ Dazu gehört auch der zehnjährige Tobias Brohl. Die Lesung eines renommierten Mathematikers hatte den Schüler vom EKG auf die Idee gebracht, ein Computerprogramm zu schreiben, das befreundete Zahlen und Primzahlen untersucht.
„Man gibt die Zahl ein und das Programm errechnet, durch was sich die Zahl teilen lässt, addiert die Ergebnisse und untersucht, durch was sich die Summe teilen lässt“, erklärte Tobias. Das Ergebnis sagt, ob es sich um eine befreundete Zahl handelt oder nicht. „Dann habe ich ein kleineres Programm entwickelt, das Primzahlen bestimmt.“ Er holte den dritten Platz in der Kategorie Mathematik/Informatik. 
Ebenfalls über den dritten Platz in der Kategorie „Arbeitswelt“ freute sich Eva Lou Schnittger (11). Die EKG-Schülerin untersuchte Schwämme auf ihre Tauglichkeit.

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