Der Wilmersiek in Lemgo wird zwei Jahre lang zur Baustelle

Zwei Drittel der Kosten von 940.000 Euro entfallen auf die Anwohner

Till Brand

  • 0
Braucht Platz: Wegen des Stadtbusses ist eine Verkehrsberuhigung am Wilmersiek nur in Maßen möglich. - © Archiv: Pavlustyk
Braucht Platz: Wegen des Stadtbusses ist eine Verkehrsberuhigung am Wilmersiek nur in Maßen möglich. (© Archiv: Pavlustyk)

Lemgo. Die Menschen am Wilmersiek zwischen Pöstenweg und Vogelsang bekommen eine neue Straße. Nachdem die Arbeiter aus dem Pöstenweg erst dieses Jahr abgerückt sind, erwartet das Quartier die nächste eineinhalb Jahre währende Baustelle.

Die Gesamtkosten liegen bei 940.000 Euro, von denen sich die Stadt nach Auskunft des Verkehrsausschussvorsitzenden Detlef Höltke zwei Drittel bei den Anliegern wiederholt. Nur die Kosten für den Umbau der Kreuzung von Wilmersiek und Vogelsang zu einem Kreisverkehr muss die Stadt alleine tragen.

Besonderheit des Straßenbaus im Wilmersiek sind die dort eng getakteten Fahrten des Stadtbusses. Nicht nur, dass für die Bauphase eine Ersatztrasse gefunden werden muss, auch für die Umgestaltung der Straße ist der Öffentliche Personennahverkehr nach Aussagen des Abteilungsleiters Straßenbau, Heiko Fischer, eine Art Korsett. Die Anlieger hatten nach LZ-Informationen nämlich noch weitaus mehr verkehrsberuhigende Umbauten wie Pflanzinseln, Parkplätze oder Busbuchten gewünscht. „Jedoch geht das nur in einem gewissen Rahmen", stellt Heiko Fischer klar. Ansonsten komme nämlich der Stadtbus schlicht nicht mehr durch.

Im kommenden Frühjahr soll bereits auf dem Abschnitt zwischen Pöstenweg und Schillerstraße begonnen werden. Für 2018 lässt sich die Stadt dann das Stück bis zum Vogelsang übrig. Parallel zu der Planung will die Stadt auch die vorgesehenen Baugrundstücke in der Nord-Ost-Ecke des alten Engländersportplatzes vorantreiben, damit diese ebenfalls bei den fälligen Anliegerbeiträgen herangezogen werden. „Alles andere wäre unfair", meint Heiko Fischer.

Bei der Beleuchtung will die Stadt mehrere Laternen aufrüsten und allesamt auf LED-Technik umstellen. Der von Anliegern gewünschte Zebrastreifen wird nicht kommen, da für eine 30er-Zone zu wenige Fußgänger und Autofahrer unterwegs seien, so Planerin Stefanie Rasche. Stattdessen sollen – mit Zustimmung der meisten Anwohner – die Gehwege an der Bushaltestelle Goethestraße um knapp einen Meter verbreitert werden. So könnten Fußgänger schnell die Straßenseite wechseln.

An dem Austausch der Kanäle müssen sich die Grundstücksbesitzer nach Worten von Heiko Fischer grundsätzlich nicht finanziell beteiligen. Allenfalls bei den Hausanschlussschächten kämen Die Anlieger wieder ins Spiel.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2016
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.