„FactoryHack 2017“: IT-Könner erobern Lemgo

Raphael Bartling

  • 0
Sascha Martinetz, Alexander Klassen und Konstantins Franckevics (von links). CIIT-Crewmitglied Sebastian Faltinski (zweiter von links) macht sich ein Bild von der Arbeit der Gruppe. - © Raphael Bartling
Sascha Martinetz, Alexander Klassen und Konstantins Franckevics (von links). CIIT-Crewmitglied Sebastian Faltinski (zweiter von links) macht sich ein Bild von der Arbeit der Gruppe. (© Raphael Bartling)

Lemgo. 300 Hacker haben das Innovationszentrum CIIT und die „SmartFactory OWL" in Lemgo unter Beschlag genommen. IT-Erprobte aus der ganzen Welt besuchten den Campus, um am „FactoryHack 2017", einem 42-stündigen digitalen Programmier-Festival, teilzunehmen.

Das Spannende: Die Teilnehmer programmierten nicht, wie sonst bei „Hackathons" üblich, in verlassenen Lagerhallen und ohne Praxisbezug. Vielmehr tobten sie sich innerhalb eines echten Produktionsumfeldes aus. „Das Besondere ist, dass die Leute ihre Ideen direkt an den realen Produktionsanlagen in der Fabrik umsetzen können", so Sybille Hilker, Leiterin des CIIT und Organisatorin des Festivals.

In Dreier- bis Fünfergruppen traten die Teilnehmer gegen andere Gruppen an, entwickelten etwa Assistenzsysteme für den Arbeitsplatz von Menschen mit Handicap oder optimierten Drohnen für den Einsatz in der Industrie. Schwerpunkt der Arbeiten waren die Themen „Smart Factory" und „Industrie 4.0." „Das Schöne ist, dass Leute mit unterschiedlichen Kompetenzen auf Augenhöhe miteinander an einem Projekt arbeiten" erläuterte Hilker.

Ziel für das CIIT-Team war es außerdem, Menschen aus der Region und der ganzen Welt darauf aufmerksam zu machen, welche Möglichkeiten sich am Standort Ostwestfalen-Lippe für IT-Begeisterte bieten. „Wir wollen die guten Leute natürlich in der Region halten, gleichzeitig versuchen wir, schlaue Köpfe aus ganz Deutschland und Europa zu gewinnen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein", so Hilker. Beim „FactoryHack" sollten die Computer-Experten die Zeit nutzen, um sich aus nächster Nähe ein Bild von Lemgo und seinem Umfeld für Produktionstechnik zu machen.

„Wir finden, das Event ist super gelungen und abwechslungsreich inszeniert. Da wir alle aus dem Bereich der Industrie und Elektrotechnik stammen, hat sich die Teilnahme angeboten", sagte Sascha Martinetz aus Bochum, der mit seinem Team an der Programmierung von Drohnen arbeitete. Lediglich für die Anreise mussten die IT-Freunde selbst aufkommen. Für alles weitere sorgten die Veranstalter. Die Kosten für das dreitägige Event schätzte Hilker im sechsstelligen Bereich. Nicht zuletzt deshalb waren die starken Partner ausschlaggebend für den Erfolg des Festivals: Unterstützung gab es unter anderem von Phoenix Contact, dem Fraunhofer-Institut und der Hochschule OWL.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!