Unbekannter treibt nachts 30 Pferde aus den Stallungen eines Reiterhofes

Tobias Schneider

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Die Welt ist wieder in Ordnung: Auf dem Reiterhof in Brüntorf hat ein Unbekannter mehr als 30 Pferde freigelassen. - © Tobias Schneider
Die Welt ist wieder in Ordnung: Auf dem Reiterhof in Brüntorf hat ein Unbekannter mehr als 30 Pferde freigelassen. (© Tobias Schneider)

Lemgo-Brüntorf. 
Großer Schreck zu später Stunde: Mehr als 30 Pferde des Reiterhofes Alteheld in Brüntorf sind in der Nacht zu Freitag nach draußen gelangt. Ein Unbekannter hatte die Türen zu ihren Ställen geöffnet und die Tiere auf den Hof hinausgetrieben, wie die Polizei auf LZ-Anfrage bestätigte. Pferde liefen auch bei geöffneten Türen nicht ohne Weiteres ins Freie, erklärte Polizeisprecher Lars Ridderbusch.

Seinen Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall gegen 2 Uhr in der Nacht. Die Tochter des Firmenchefs hörte Pferdegetrappel und ging dem Geräusch auf den Grund. Als sie die frei umherlaufenden Pferde entdeckte, rief sie ihre Familie zur Hilfe, um die Tiere wieder einzufangen. Innerhalb einer halben Stunde seien alle Pferde wieder im Stall gewesen, bestätigt Reiterhofinhaber Lutz Alteheld auf Anfrage. Keines der Tiere sei verletzt worden. Auch Sachschaden ist nach Angaben von Polizeisprecher Ridderbusch nicht entstanden. „Das hätte allerdings auch anders ausgehen können“, fügt er hinzu.

Auch der Reiterhofbesitzer ist froh, dass der nächtliche Zwischenfall ein glimpfliches Ende genommen hat. „Wir hatten Glück.“ Das hätte schnell gefährlich werden können, sagt Lutz Alteheld, dem der Schreck beim Gespräch am Freitag noch anzumerken war. Die Tiere hätten zum Beispiel auf die Straße und vor ein Auto laufen können. Nicht auszudenken, wenn die Tiere sich selbst oder andere verletzt hätten, sagt Alteheld. Damit so etwas nicht noch einmal geschehe, werde der Reiterhof ab sofort videoüberwacht.

Seine Familie hat den Vorfall Freitag bei der Polizei gemeldet, die jedoch laut deren Sprecher Lars Ridderbusch nicht die gewünschte Anzeige aufnehmen konnte: Da weder ein Pferd verletzt noch ein Sachschaden entstanden sei, liege keine strafbare Handlung vor.

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