Wahmbeckerheider gestalten ihren Dorfplatz um

Tanja Watermann

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Jeder Zentimeter zählt: Bei der Einweihung ihres Dorfplatzes wagen sich die Wahmbeckerheider auf die Boulebahn. - © Tanja Watermann
Jeder Zentimeter zählt: Bei der Einweihung ihres Dorfplatzes wagen sich die Wahmbeckerheider auf die Boulebahn. (© Tanja Watermann)

Lemgo-Wahmbeckerheide. Mit 200 Besuchern haben die Initiatoren des neuen Dorfplatzes in Wahmbeckerheide dessen Einweihung gefeiert. Als besonders wertvoll werteten die Gäste eine etwa 220 Quadratmeter große, gepflasterte Fläche. Auf ihr soll es in Zukunft möglich sein, trockenen Fußes zu feiern und vielleicht gar den ein oder anderen Tanz zu wagen.

Früher prägten eher Pfützen und Matsch das Bild. Im großen Pavillon, den die Firma Sommer gespendet hat, ist ein alter Waschbottich eingebaut und zum Grill umfunktioniert worden. Die Bäume spenden Schatten. Hinter dem Pavillon in Richtung Bolzplatz lädt eine Steinmauer zum Verweilen ein. Während bei der Einweihung die Kinder die Bälle über den Platz schossen, konnten sich die Eltern oder Großeltern ausruhen und einen Moment inne halten.

Ein Baum in der Mitte des Platzes hat eine Rundbank aus Holz erhalten, die bei den Gästen als Sitzgelegenheit besonders begehrt war. Ein Plus an Freizeitmöglichkeiten im Dorf bietet der neu angelegte, frei verfügbare Bouleplatz.

Information
Neue Aufgabe

Der neue Platz kann über Frank Bracht, Mail an fransebracht@
t-online.de, gebucht werden – fällig wird eine Organisationspauschale von 10 Euro. Der Dorfmittelpunkt soll nur ein erste Meilenstein sein. Weitere Ideen für den Ort werden aktuell von der Zukunftswerkstatt auf den Weg gebracht. Unter anderem sollen der Gemeinschaftsraum renoviert und der Bolzplatz ausgebessert werden. Weitere Helfer sind nach Angaben von Helfer Frank Bracht in Wahmbeckerheide 
immer willkommen.

Laut schallten schon kurz nach der Eröffnungsrede durch Frank Bracht Jubelrufe über den Platz, sobald eine Kugel besonders nah ans Ziel gerollt wurde. Von den Metallbänken aus, die direkt am Platz gelegen sind, wurde jeder Spielzug eifrig kommentiert.

Frank Becker, der sich zum Geburtstag Boulekugeln hat schenken lassen, zeigte sich regelrecht begeistert: „Die Zukunftswerkstatt ist eine großartige Initiative, die die Menschen motiviert hat, sich für ihr Dorf einzusetzen. Viele haben mit angepackt, so dass die Vereine und Bürger jetzt einen tollen Platz haben – zum Verweilen, Austausch und Feiern."

Etwa tausend Arbeitsstunden der Ehrenamtlichen, darunter auch Frank Becker, stecken in dem Projekt, das durch die vielen Klein- aber auch Großspender mit nur etwa 7.000 Euro Budget realisiert werden konnte. Die ersten Kalkulationen hatten sich noch auf mehr als 15.000 Euro belaufen, die dank der vielen Mitarbeiter auf die reinen Material- und Facharbeiterkosten heruntergefahren wurden.

Für die Eröffnung hatten die etwa 40 Aktiven ihre Arbeitsschritte noch einmal auf einer Fotowand festgehalten, die von den Besuchern mit Lob kommentiert wurde. Die Umsetzung nach der Ideensammlung im Februar 2016 begann mit dem ersten Spatenstich im Juni 2016.

„Wir danken auch der Stadt, die uns beratend und durch Facharbeiten geholfen hat. Die traditionellen Feste im Dorf, wie das Kartoffelfest oder die Familienfeste der Sportvereine, haben künftig einen festen, gut ausgebauten Platz", meinte Frank Bracht. Durch die nahe Mehrzweckhalle seien sanitäre Anlagen sowie Wasser und Strom verfügbar.

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