Circus Salino gastiert auf dem Regenstorplatz in Lemgo

Pia Veensma

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Zu Gast in Lemgo: Clown Peppino (Jessy Urban), Anthony Urban, Kamel Aladin, Dustin und Franjo Urban. - © Pia Veensma
Zu Gast in Lemgo: Clown Peppino (Jessy Urban), Anthony Urban, Kamel Aladin, Dustin und Franjo Urban. (© Pia Veensma)

Lemgo. Das große, auffällige Zelt des Circus Salino steht auf dem Regenstorplatz und wartet auf Besucher. Der Aufwand dahinter lässt sich jedoch nur erahnen. Denn die finale Vorstellung ist nur ein kleiner Teil der Arbeit, die die 17-köpfige Gruppe stemmen muss.

Die täglichen Proben, sowie Plakate aufhängen, das Auf- und Abbauen des Zeltes, die Tiere füttern und neue Vorstellungen einüben gehören dazu. „Jeden Tag wird mehrere Stunden lang geprobt, Freizeit hat man hier kaum", erzählt Josy Koelner, Pressesprecherin des Circus Salino. Das sei manchmal wirklich stressig, aber das Gefühl der Freiheit und die enge familiäre Bindung mache das auf jedenfall wett.

Information
Die Shows: Freitag, 15.30 Uhr; Samstag, 11 und 14 Uhr; Sonntag, 11 Uhr.

Die Vorstellungen sind über das ganze Jahr verteilt, besonderes Augenmerk liegt auf dem großen Weihnachtszirkus im Winter. Also auch keine Zeit für Erholung. Aber dennoch: Josy Koelner würde das Leben auf keinen Fall eintauschen wollen. Schwierig werde es, wenn es mal Unstimmigkeiten in der Gruppe gäbe, für den Auftritt müsse man sich einfach zusammen reißen. Ausfallen durch Krankheit geht nicht, die Show ist aufeinander abgestimmt.

Aber auch die Tiere müssen betreut werden, das bedeutet auch viel zeitintensive Arbeit. Das Kamel ,,Aladin" und Phyton ,,Paula" sowie Roller fahrende Hunde, dazu Ziegen, Lamas und weitere Tiere reisen mit. Das Wohlergehen der Tiere wird jede Woche durch das Veterinäramt geprüft, sagt Josy Koelner.

Das Leben im Zirkus sei einzigartig. ,,Jede Woche lerne ich neue Menschen und Orte kennen", beteuerte Koelner. Sie ist selbst im Zirkus aufgewachsen und auf die Zirkusschule gegangen, ein gut abgestimmtes System in dem es ,,leider dann auch sehr viele Hausaufgaben" gebe. Man könne aber nicht die Schule mehrmals im Jahr wechseln: „Wir wären dann noch beim A, während andere schon beim E wären", sagte sie. Das konstante Lernen sei nur dank der Zirkusschule möglich.

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