3D-Drucker der Realschule zieht bei Brasseler ein

Pia Veensma

  • 0
Junge Konstrukteure: (von links) Nils, Kathy, Sarah und Jan präsentieren den 3D-Drucker. - © Pia Veensma
Junge Konstrukteure: (von links) Nils, Kathy, Sarah und Jan präsentieren den 3D-Drucker. (© Pia Veensma)

Lemgo. Stolz haben Schüler der Realschule ihren 3D-Drucker „Ultimo 12“ im Brasseler-Ausbildungswerk präsentiert. Daran haben sie zwei Jahre lang gearbeitet - unterstützt von der Firma Brasseler, die auf zahnmedizinische Geräte spezialisiert ist.

Zur Vorstellung der Möglichkeiten druckte „Ultimo 12“ einen Schraubenschlüssel. Aber der Drucker dient nicht nur zur Präsentation der Leistung der Schüler. Er ist vielseitig einsetzbar, etwa in der Zahnmedizin, wie bei Brasseler, oder beim Bau von schwer erhältlichen Ersatzteilen aus Kunststoff.

Unter der Leitung des Realschullehrers Wolfgang Schmidt tüftelten mehrere Schüler gemeinsam an der Fertigstellung des Projektes. Wolfgang Schmidt erklärte: „So eine Herausforderung kann nicht jeder schaffen.“ Ohne die punktuelle Unterstützung des Betriebes wäre diese Aufgabe nicht realisierbar gewesen, betonte er. Motivation sei immer vorhanden gewesen, meinte Schülerin Kathy aus der zehnten Klasse, es sei „viel gezeigt und viel ausprobiert“ worden.

Realschulleiter Norbert Fischer lobte die gemeinsame Arbeit, denn alle hätten etwas davon: „Die Schüler sehen was sie erreicht haben und können stolz darauf sein“. Schon in der Vergangenheit hatte die Technik-AG mit vielen Projekten wie einer Photovoltaikanlage und einem eigenen Windkraftwerk auf dem Schuldach beeindruckt. 2015 hatte die Technik AG schon einen 3D-Drucker gebaut. Das neue Modell wurde allerdings verbessert, es soll schneller und leistungsintensiver sein.

Brasseler-Ausbildungsleiter Bernd Strate betonte: „Wir beschäftigen uns schon länger mit 3D-Druckern“. Der Drucker bleibt in der Ausbildungswerkstatt des Konzerns. Dort soll das Werk der Schüler von den Azubis mit genutzt werden. Leicht wehmütig blickt Wolfgang Schmidt schon auf die Übergabe, es sei ja auch viel Arbeit investiert worden.

Als Dank für die Schüler und als kleinen Anreiz, um bei der Sache zu bleiben, verteilte Ausbildungsleiter Strate Fußbälle und weitere Mitbringsel. Die Realschule als MINT-Schule bringt durch Projekte wie „Ultimo 12“ Jugendlichen die Technik näher. Die enge Zusammenarbeit soll auch in Zukunft beibehalten werden, es sind weitere Projekte geplant.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!