Erstmals findet die Flößchen-Rallye auf der Bega statt

Laura Idel

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Kurz nach dem Startschuss: Etwa 500 Flößchen starten auf der Bega in Richtung Brücke. Gleich zu Beginn müssen sie eine Stromschnelle überwinden. Am Ufer haben sich viele Schaulustige Ufer versammelt. - © Laura Idel
Kurz nach dem Startschuss: Etwa 500 Flößchen starten auf der Bega in Richtung Brücke. Gleich zu Beginn müssen sie eine Stromschnelle überwinden. Am Ufer haben sich viele Schaulustige Ufer versammelt. (© Laura Idel)

Lemgo. Drei, zwei, eins – und los. Die Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks öffnen ein großes, grünes Netz. Etwa 500 kleine Flößchen aus Holz starten am Langenbrücker Tor auf der Bega. Die erste Lemgoer Flößchen-Rallye beginnt.

„Die Strömung ist aber ganz schön stark", bemerkt eine Besucherin besorgt. Eine weitere befürchtet: „Die kippen doch alle um." Die Spannung im Publikum ist zum Greifen nahe. Dutzende Lemgoer drängeln sich entlang des Ufers, um den besten Blick auf die Bega zu ergattern. „Da vorne – das ist meins", ruft ein Junge stolz und streckt den Arm in Richtung des bemalten Holzschiffchens.

Ihm gleich getan haben es etwa 90 Teilnehmer, die ihr Wettkampfgerät vorab verziert haben – und zwar ganz nach eigenem Geschmack. So hat die vierjährige Nayla beispielsweise ein buntes Regenbogen-Floß gebastelt. Samstag durfte sie es endlich zu Wasser lassen, bevor am Langenbrücker Tor der „Lange Tisch" bis zum Hexenbürgermeisterhaus aufgestellt wurde. Der dreijährige Nik hat gemeinsam mit seinem großen Bruder Ben ein Floß gestaltet, auf dem eine kleine gelbe Insel mit Palme und Hängematte angebracht ist. Stolz legte er das Flößchen zu den anderen in eine der vollen Schubkarren.

Vor dem Start wurden die drei schönsten Boote prämiert. Das war gar nicht einfach, darin war sich die Jury einig. „Eigentlich hätte jedes Flößchen einen Preis verdient", betonte Irene Priebe-Wiethaup, Mitarbeiterin bei der Stiftung Lebenshilfe.

Diese hatte die Flößchen in ihrer Werkstatt Begatal anfertigen lassen. Seit Mitte Mai konnten die Boote an verschiedenen Verkaufsstellen erworben werden. Nachdem alle Flößchen hinter dem Netz ins Wasser gelassen waren, öffneten die THW-Mitarbeiter die Schleuse – die Schiffchen wurden von der Strömung mitgerissen und mussten gleich zu Beginn eine der Stromschnellen überwinden.

Weiter ging es auf die Brücke zu, von der viele Schaulustige das spannende Spektakel beobachteten. Besonders aufgeregt aber waren die Kinder unter den „Bootsbauern", denn hinter der Brücke mussten ihre Gefährte eine weitere Stromschnelle überwinden, ehe sie ins Netz gingen. Das THW fischte die Holzschiffchen am Ziel wieder aus dem Wasser.

Bei der Siegerehrung bekamen die Besitzer der zehn schnellsten Boote einen kleinen Preis; unter allen Teilnehmern wurden ferner 33 Gewinner ausgelost, darunter Gutscheine fürs Eau-Le oder den Werkstattladen der Lebenshilfe. „Wir möchten uns bei den Mitarbeitern des THW bedanken – ohne sie wäre diese Rallye nicht möglich gewesen", bekräftigte Jörg Rother von der Stiftung Lebenshilfe.

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