Retter bewähren sich bei Großübung in Lemgo

Marlen Grote

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Rettung am Hang: Am Samstagmorgen musste die Feuerwehr freiwillige Helfer, die Verletzte spielten, aus schwierigen Situationen befreien und versorgen. - © Feuerwehr Lemgo
Rettung am Hang: Am Samstagmorgen musste die Feuerwehr freiwillige Helfer, die Verletzte spielten, aus schwierigen Situationen befreien und versorgen. (© Feuerwehr Lemgo)

Lemgo. Ein Massenunfall auf der Südumgehung – dieses Szenario hat sich rund 120 Einsatzkräften am frühen Samstagmorgen bei einer Großübung geboten. Die Sirenen schreckten etliche Lemgoer aus dem Schlaf. Mit dem Einsatz sollte der Ernstfall auch in Ferienzeiten geprobt werden, erläutert die Feuerwehr in einer Pressemitteilung. Die Übung konnte nach Ansicht des Leiters der Lemgoer Wehr, Stadtbrandinspektor Klaus Wegener, positiv abgeschlossen werden.

Fünf Herausforderungen galt es für die Helfer zu bewältigen: ein brennendes Auto, ein Wagen, der auf dem Dach lag, und ein drittes Auto, unter dem Personen eingeklemmt waren, dazu die Rettung von Menschen aus einer Hanglage und insgesamt die große Anzahl von Verletzten.

Mit der Übung sollte die Mannschaftsstärke der Feuerwehr unter Berücksichtigung der Ferienzeit getestet werden. Verantwortlich waren die Feuerwehr Lemgo, der Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe und die Polizei Lemgo. Die Übungsleitung lag bei Friedhelm Plöger vom Kreis Lippe und Klaus Wegener. Beobachtet wurde die Übung auch von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier und Bürgermeister Dr. Reiner Austermann.

Um 4.57 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Der Einsatzort lag auf der B 66n zwischen der Auffahrt Wahmbeck und der Kreuzung mit der B 238 sowie auf einem Wirtschaftsweg unterhalb der Südumgehung. Dort warteten 15 zum Teil schwer Verletzte, teils von Mitgliedern der Feuerwehr aus Möllenbeck in Niedersachsen gemimt und teils durch Puppen dargestellt, in vier Autos, eines davon brennend und einer in Dachlage.

Den beteiligten Einsatzkräften des Bevölkerungsschutzes Lippe, der Feuerwehren Lemgo, Bad Salzuflen und Detmold, der technischen Einsatzgruppen der THW-Ortsverbände Lemgo und Detmold und der Hilfsdienste der Johanniter, Malteser und des Deutschen Roten Kreuzes war die Übung vorab nicht bekannt. Die Kommunikation über die einzelnen Kommunen hinweg war eine zusätzliche Herausforderung.

Zwar werden die Ergebnisse auf der Führungsebene der Feuerwehr und des Rettungsdienstes des Kreises Lippe noch genauer analysiert werden, doch Klaus Wegener lobte bereits den Einsatz: „Besonders gut gelaufen sind die Verletztenbetreuung und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Beteiligten von Feuerwehren, Rettungsdiensten und den leitenden Notärzten."

Es habe aber Schwierigkeiten bei den Anfahrten in unbekanntem Terrain gegeben, die weiter analysiert werden müssten. Zum Abschluss gab es für alle Übungsteilnehmer noch ein Frühstück am Feuerwehr-Ausbildungs-Zentrum in Brake.

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